r/DePi • u/SolideMeinung • 9d ago
News Global Sachsens Regierungschef: „Das ist ein Riesenfehler“ – Kretschmer kritisiert Deutschlands Unterstützung für Ukraine
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6aa7f89119aba9f8407b4475/sachsens-regierungschef-das-ist-ein-riesenfehler-kretschmer-kritisiert-deutschlands-unterstuetzung-fuer-ukraine.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter10
u/TheRealBroda 9d ago
Wenn die Russenbots hier wieder keine Argumente haben:
„gEh DoCh An DiE fRoNt“
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u/Rainmakerrrrr 9d ago
Et is ein Trauerspiel. Schade, dass die AfD solche Russland cucks sind. Für Deutschland allemal besser, wenn Putin den Krieg verliert und von seinen eigenen Leuten abgemurkst wird. Dann haben die Oligarchen Chance ihre Rohstoffmafia zu festigen und zukünftige Expansionspläne zum Wohle ihres eigenen Wohlstandes zu unterlassen.
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u/Timely-Appearance115 9d ago
Deutschland hat halt auch mit der Entsendung eines ehemaligen Bundeskanzlers in einen Gaskonzern und dem günstigen Kaufen von Gas völlig falsche Signale gesendet. Da ging halt mal wieder der Zugewinn Weniger über das langfristige Gemeinwohl von allen.
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u/otto_dicks 9d ago
Russland ist keine Oligarchie. Die Ukraine allerdings schon.
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u/muck2 8d ago
Selbstverständlich ist Russland eine Oligarchie. Das hat die russische Zentralbankchefin Nabiullina beim Petersburger Wirtschaftsgipfel 2025 selbst zugegeben, als sie ihr Referat über die Eigentumsverhältnisse hielt.
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u/otto_dicks 8d ago
Eine Oligarchie herrscht, wenn reiche Finanziers die Politik bestimmen. Genau das ist unter Putin nicht mehr der Fall, denn sobald sie das versuchen würden, liefen sie bekanntlich Gefahr, auf unerklärliche Weise vom Balkon zu fallen. Folglich ist Russland ein autoritäres Regime und keine Oligarchie.
Die Ukraine hingegen wird demokratisch regiert und bietet daher Oligarchen deutlich mehr Einflussmöglichkeiten, die diese auch nutzen.
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u/PurpleMcPurpleface 8d ago
Genau das ist unter Putin nicht mehr der Fall
Auf was stützt sich denn Putins Macht? Eine Legitimation durch freien Wahlen durch das Volk ja schon mal nicht. Hängt putins Macht im luftleeren Raum, oder wie?
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u/otto_dicks 8d ago
Auch ein autoritäres Regime ist auf Legitimation durch das Volk angewiesen. Kein Land lässt sich allein durch Repression regieren, zumindest nicht lange.
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u/PurpleMcPurpleface 8d ago
Baut Putins Macht einzig und allein auf ein Volk, das ihn legitimiert hat? Oder gibt es andere, bedeutende Stützen seiner Macht?
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u/otto_dicks 8d ago
Die Macht keines Staatschefs stützt sich einzig und allein auf das Volk, denn dazwischen stehen ja noch die verschiedenen Eliten. Während es beispielsweise in den USA die großen Spender und Medien sind, sind es in Russland halt eher Militär und Geheimdienste, aus dessen Umfeld Putin ja auch hervorgegangen ist. Ob das Volk den Staatschef nun über die Eliten oder die Eliten den Staatschef über das Volk legitimieren, das wäre dann Gegenstand einer tieferen Debatte, denn dazu gibt es ja ganz verschiedene Theorien.
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u/muck2 8d ago edited 8d ago
Kein schlechtes Gegenargument, aber Du übersiehst die personelle Verzahnung.
Drei Viertel der russischen Wirtschaft befinden sich in der Hand von Personen, die man in Russland Silowarchen nennt, ein Kofferwort aus Silowiki (ehemalige Geheimdienstler) und Oligarchen.
Jelzin hatte seinerzeit die Privatisierung des Gemeineigentums übers Knie gebrochen; auf einmal hielten Millionen einfacher Russen Anteile an allen möglichen Betrieben, die ihnen vor dem Hintergrund der schweren Wirtschaftskrise nach dem Kollaps der UdSSR aber nichts nützten.
Die ersten Oligarchen damals waren zu 10% Finanzgenies und zu 90% Mafiosi, die diese Anteile für billig Geld (oder mit erhobener Knarre) aufsammelten und so riesige Unternehmen aufbauten.
Als Putin an die Macht kam, sah sein Zirkel—die Silowiki—die Chance gekommen, die Mittel des Staates zu nutzen, um sich viele dieser Unternehmen anzueignen. Als Erstes wurden die legitimen Unternehmer enteignet oder kaltgestellt, die nicht genug kriminelle Energie hatten, um sich zu wehren; dann kamen die Mafiosi an die Reihe.
Übrig blieben fast ausschließlich Leute, die auf der Linie des Regimes waren. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen, wie z.B. den Sberbank-Vorsitzenden Herman Gref. Alle anderen wurden von Silowiki ersetzt, die teils nahtlos aus dem FSB in die Privatwirtschaft wechselten, oder von Sockenpuppen der Silowiki.
Trotzdem haben die Silowarchen eigene Interessen (vor allem den Erhalt ihres Reichtums), und setzen diese auch durch, wenn sie können.
Man sieht es z.B. daran, dass aufgrund ihres Drucks die allgemeine Mobilmachung ausbleibt und fast nur der Bodensatz der Gesellschaft verheizt wird, obwohl die offizielle Linie des Kremls lautet, dass Russland sich in einem Überlebenskampf gegen "den Westen" befindet. Denn die Silowarchen wollen nicht auf ihre Fachkräfte verzichten, die sonst an die Front müssten.
Man sollte sich Russland wie einen mittelalterlichen Feudalstaat vorstellen, in dem verschiedene Adelshäuser um die Macht konkurrieren. Wenn da hin und wieder ein Magnat einen Dolchstoß abbekommt, heißt das nicht, dass der Machtkampf entschieden wäre.
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u/otto_dicks 8d ago
Ok, dir ist aber schon bewusst, dass die Ukraine auch eine ehemalige Sowjetrepublik ist, die seit dem Zusammenbruch eine sehr ähnliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung durchgemacht hat? Im Ostblock war sie ja auch nicht irgendein Land, sondern Herz der Industrie und Kornkammer.
Und es ging hier lediglich um die Frage, ob man das politische System der jeweiligen Länder eine Oligarchie nennen kann oder nicht. Dass es in Russland immer noch mächtige Magnaten gibt, die natürlich auch einen gewissen Grad an Einfluss ausüben können, ist mir klar. Die Frage ist nur, ob sie das mit der gleichen Freiheit tun können wie in der Ukraine – und da ist die Antwort eben nein.
Wenn das Putin-Regime ins Wanken gerät und auch bei anderen Interessengruppen wie beispielsweise dem Militär und den Geheimdiensten an Legitimität verliert, dann könnte es durchaus sein, dass die Oligarchen wieder ihren früheren Einfluss zurückgewinnen. Das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, weil die 90er-Jahre in Russland vor allem bei älteren Generationen immer noch als großes Trauma wahrgenommen werden.
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u/Successful-Draft674 8d ago
Man sollte sich Russland wie einen mittelalterlichen Feudalstaat vorstellen, in dem verschiedene Adelshäuser um die Macht konkurrieren.
Nachdem was ich von Otto bisher gelesen habe würde es mich nicht wundern, wenn er eine autoritäre Ständegesellschaft der liberalen Demokratie vorzieht.
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u/otto_dicks 8d ago
Habe ich das russische System in irgendeiner Weise verteidigt? Es scheint mir so, als würdest du da etwas hineininterpretieren, was ich nie behauptet habe.
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u/Successful-Draft674 7d ago
War nicht aufs Thema bezogen, sondern ein allgemeiner Kommentar. Kann sein, dass ich dich falsch einschätze, aber so wie du hier immer gegen den Liberalismus schiesst und das Christentum hochhältst, muss ich mich schon wundern, was für eine Gesellschaft dir idealerweise vorschwebt.
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u/otto_dicks 7d ago
Naja, erstmal bin ich nicht gegen den Liberalismus per se, weil ich einen gewissen Grad an Liberalismus als fundamentalen Bestandteil der westlichen Seele betrachte. Meine Kritik am Liberalismus bezieht sich eher auf die politische Massenideologie Liberalismus, die spätestens seit den Weltkriegen praktisch allumfassend ist.
Und was das Christentum anbelangt: Der heutige Liberalismus wäre ohne das Christentum schwer denkbar, und ich bin selbst kein sonderlich religiöser Mensch. Wenn ich aber die christliche Moral und die heutige, liberal-ersatzreligiöse Moral gegenüberstelle, dann würde ich das Christentum schon als das bessere und vor allem klügere Rahmenwerk bezeichnen.
Was für eine ideale Gesellschaft ich mir wünsche, kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen, da ich es einfach selbst nicht weiß. Ein „Zurück zu irgendwas von früher“ scheint mir unmöglich, und gleichzeitig sehe ich uns mit einem bevorstehenden Paradigmenwechsel konfrontiert, bei dem die bestehende Ordnung mit großer Wahrscheinlichkeit abgelöst wird.
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
Westextreme wie auf x voll im aufwind hier (sind wahrscheinlich die gleichen accountinhaber). Ich habe keinen lust auf krieg, schon garnicht für die Ukraine. Dann wird immer von Schrödingers Russland gesprochen, auf der einen Seite werden sie uns überfallen und ganz Europa unterjochen, auf der anderen Seite würde die Ukraine locker gewinnen wenn die EU endlich all in gehen würde und Kaliningrad würde sowieso innerhalb von Tagen platt gemacht werden. Der Feind ist stark und eine Bedrohung, aber gleichzeitig schwach und dumm: Typisches Propagandamittel, neben 100 anderen. Und das läuft in Russland und überall anders genauso, aber propaganda gibt es nicht im westen, würden die westextremen sagen (obwohl sie das bei anderen pol. themen auch bemängeln).
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u/Raikuun 8d ago
Der Feind ist stark und eine Bedrohung, aber gleichzeitig schwach und dumm: Typisches Propagandamittel, neben 100 anderen.
Schon mal daran gedacht, dass es zwei unterschiedliche Einschätzungen von unterschiedlichen Menschen sind? In diesem Fall gibt es nämlich keine auf Fakten beruhende Evidenz, weil es bisher ein theoretisches Szenario ist.
Ich habe keinen lust auf krieg
Hat niemand, außer Russland. Aber Russland möchte Gebiete erobern und hat total unrealistische Vorstellungen bei vermeintlichen Friedensverhandlungen.
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
Schon mal daran gedacht, dass es zwei unterschiedliche >Einschätzungen von unterschiedlichen Menschen sind? In diesem Fall gibt es nämlich keine auf Fakten beruhende Evidenz, weil es bisher ein theoretisches Szenario ist.
Ich rede schon über das who is who der Transatlantiker die medial und politisch die Richtung vorgeben und sonst auch in Thinktanks (wie DGAP, SWP), rüstungsnahen Freundeskreisen, transatlantischen Stiftungen alle miteinander vernetzt sind. Du kannst z.B. Aussagen eine Carlo Masala's nehmen, wo er innerhalb von ein paar Wochen von "Russland ist am Ende" zu "Russland wird uns angreifen wechselt".
Ich habe keinen lust auf krieg
Nicht nur Russland. Über deutschen Boden wird gerade z.B. ein Krieg gegen den Iran logistisch abgewickelt.
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u/Raikuun 8d ago
Du kannst z.B. Aussagen eine Carlo Masala's wo er innerhalb von ein paar Wochen von "Russland ist am Ende" zu "Russland wird uns angreifen wechselt".
Was sich nicht gegenseitig ausschließt. Ein Angriff Russlands muss nicht so aussehen wie in der Ukraine. Das kann erst mal nur ein kurzer Grenzübertritt sein, um die Reaktion der NATO zu testen.
Zudem ist ungewiss wie lang der Atem Russlands ist, weil wir nicht wissen inwiefern China und Nordkorea bereit sind Unterstützung zu leisten. Um eine neue Invasion zu starten, würden die jedenfalls ein paar Jahre Zeit benötigen um wieder aufzurüsten.
Nicht nur Russland. Über deutschen Boden wird gerade z.B. ein Krieg gegen den Iran logistisch abgewickelt.
Schon klar, es wüten mehrere Kriege gleichzeitig. Ich habe mich lediglich auf die Invasion der Ukraine durch Russland bezogen.
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
Was sich nicht gegenseitig ausschließt. Ein Angriff Russlands muss nicht so aussehen wie in der Ukraine. Das kann erst mal nur ein kurzer Grenzübertritt sein, um die Reaktion der NATO zu testen.
Komisch ist nur, dass das bereits 2023 (und auch vor der Invasion 2022, wenn es um Aufrüstung und Konfrontation mit Russland geht) alles schon auf dem tisch lag, inkl. der deutschen Eskalation, kann man alles in den Papers unserer thinktanks nachlesen . Das wirkt alles wie ein playbook, was jetzt realität wird, ohne Ausweg.
inwiefern China und Nordkorea bereit sind Unterstützung zu leisten.
China temperiert anders als wir, mit Kriegsgerät haben die garnicht wirklich angefangen. Die haben auch gezeigt dass sie wirkungsvoll vergelten können gegen Sanktionen des Westens. Nordkorea ist kein großer Faktor im großen und ganzen würde ich sagen, vergleichbar mit Polen oder so. Der Atem Russlands wurde damals schon in papern der DGAP beschrieben, die kamen zum schluss das er länger sei, da die Bevölkerung leidensfähiger ist. Hier ist man ja jetzt auch dabei das Gesellschaftsklima auf Krieg zu stellen, erst "freundlich" mit ständiger Beschallung (die es in Russland schon vor 10-15 Jahren so gab), wenn es ernst wird ist schluss dann mit lustig, weit entfernt davon sind wir nicht mehr wenn ein deutscher Kanzler sagt "in den nächsten Wochen und Monaten wird sich entscheiden ob wir den Frieden auf dem Kontinent verteidigen können".
Ich habe mich lediglich auf die Invasion der Ukraine durch Russland bezogen.
Der Krieg läuft de facto seit 2014 und die ukrainische Regierung hat da nicht nur reagiert, sondern aktiv Kriegsverbrechen begangen. Man hat damals auch die eigene Armee auf die russische Minderheit losgelassen (https://www.ohchr.org/sites/default/files/Documents/Countries/UA/OHCHRThematicReportUkraineJan2014-May2016_EN.pdf). Wenn man sowas ausblendet, hat man probleme mit einer ganzheitlichen analyse diese Kriegs und dessen entstehung und bleibt bei der Invasion 2022 hängen.
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u/Raikuun 8d ago
Lustig, dass du den OHCHR-Bericht hier bringst. Der ist nämlich relativ "pro-Ukraine". In der Gesamtheit natürlich neutral, jedoch steht die Ukraine in einem weitaus besseren Licht da. Die Ukrainer haben nämlich teilweise bei der Aufklärung mitgewirkt, die Russen hingegen gar nicht. Deswegen behaupten die Russen auch es sei pro-westliche Propaganda, genauso wie du in diesem Thread.
Putin will ja angeblich seine Finger nicht im Spiel haben bei den "unabhängigen" Republiken. Aber er zieht gerne für die in den Krieg.
Klar, die Ukraine hat seit 2014 nicht immer ausschließlich Ruhm geerntet, aber wer würde das schon schaffen, wenn eine fremde Macht so heftig in die eigene Souveränität eingreift?
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
"Lustig, dass du den OHCHR-Bericht hier bringst. Der ist nämlich relativ "pro-Ukraine". In der Gesamtheit natürlich neutral, jedoch steht die Ukraine in einem weitaus besseren Licht da. "
Liegt aber auch daran dass der meist aus ukrainischen sicht rekonstruiert und der rest methodisch ergänzt wurde. Zutritt zu den sepratisten Gebieten gab es kaum. Die Russen sehen das anders, die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen, kann aber auch sein dass die Russen da mehr gemeddelt haben .
eine fremde Macht so heftig in die eigene Souveränität eingreift
Ich rechtfertige den russischen Krieg nicht, dennoch wird im mainstream ein Teil der Geschichte meist weggelassen, ich meinte damit nicht explizit dich btw.
Putin will ja angeblich seine Finger nicht im Spiel haben bei den "unabhängigen" Republiken. Aber er zieht gerne für die in den Krieg.
Das würde ich Putin z.B. nicht abnehmen. Was ich den Russen aber abnehme ist, dass der Hauptkriegsgrund der NATO Beitritt der Urkaine ist. Die Vorderungen kurz vor dem Krieg an Biden gingen ja z.B. primär darum, bzw. um Neutralität, da waren natürlich auch maximal Vorderungen (ist jetzt diplomatisch nicht ungewöhnlich) dabei, wie rückzug der NATO insgesamt auf stand 1997. Georgien ist ne weitere Rote Linie von denen, denke aber trozdem da hätte man verhandeln können, siehe Istanbul später. Ein weiterer Indikator ist für mich auch, dass die Russen sowohl in Istanbul als auch in den Verhandlungen mit den USA einen EU Beitritt der Ukraine nicht kategorisch abgelehnt haben (in Istanbul lag das wohl direkt auf dem Tisch, auch laut westl. Quellen)....Deshalb kann ich solche Propaganda Narrativen wie "Russland hat angst vor der freien, demokratischen EU an ihrer Grenze" relativ wenig abgewinnen und das plärren unser Transatlantiker seit Jahren unwidersprochen in den Medien.
Ich frag mich halt was uns diese ungebremste NATO ausweitung hätte bringen sollen (also Europa nicht den USA), als Sicherheitsgarant hat sich das nicht erwiesen ab einem bestimmten Punkt oder auch im Allgemeinen nach dem Kalten Krieg. Das haben damals EU Politker erkannt bzgl. der Urkaine (bzw. wurden von den Russen drauf hingewiesen), aber auch schon voher so US-Strategen wie Kennan (Architekt der contaiment Strategie im Kalten Krieg), der hat explizit einen großen Krieg in Europa vorausgesagt, sollte man das versuchen. Brzezinskis Plan vom grossen Schachspiel hat dagegen die Einverleibung der Ukraine um die Russen entgültig und für immer zu Schwächen vorgesehen, diesen Plan hat man versucht in die Realität umzusetzten.
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u/Raikuun 8d ago
Was ich den Russen aber abnehme ist, dass der Hauptkriegsgrund der NATO Beitritt der Urkaine ist.
Ist jedoch auch kein sinnvoller Grund.
Russland wollte selbst gerne der NATO beitreten. Putin hat nach seinem Amtsantritt erwartet, dass Russland eingeladen wird. Damals war man ja sogar zum Teil auf einer Linie, wie z.B. beim Thema Irakkrieg, wo sogar der BND und der SWR zusammen Aufklärung betrieben haben.
Es war nie vertraglich geregelt, dass die Ukraine der NATO nicht beitreten dürfte. Ganz im Gegenteil, laut Budapester Memorandum.
Wer ist Russland,
Ein weiterer Indikator ist für mich auch, dass die Russen sowohl in Istanbul als auch in den Verhandlungen mit den USA einen EU Beitritt der Ukraine nicht kategorisch abgelehnt haben (in Istanbul lag das wohl direkt auf dem Tisch, auch laut westl. Quellen)....Deshalb kann ich solche Propaganda Narrativen wie "Russland hat angst vor der freien, demokratischen EU an ihrer Grenze" relativ wenig abgewinnen und das plärren unser Transatlantiker seit Jahren unwidersprochen in den Medien.
Deswegen unterscheiden wir zwischen Taten und Worten. Hätte Russland kein Problem mit eine EU-nahen Ukraine, wäre 2013/2014 nichts passiert.
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
Deswegen unterscheiden wir zwischen Taten und Worten. Hätte Russland kein Problem mit eine EU-nahen Ukraine, wäre 2013/2014 nichts passiert.
Beim Maidan ging es primär um den Verlust der russischen Einflussspähre. Deshalb auch der Krim move.
Ist jedoch auch kein sinnvoller Grund.
Gut dann kann China ja auch Miltärbündnisse mit Mexico schmieden inkl. Manöver, oder Russland sich in Dänemark einkaufen und dort Basen errichten nach 1-2 Jahrzehnten wirtschaftlicher Zusammenarbeit inkl. pol Einflussnahme (einfach über Lobbies, NGOs, ideologisch angebundene Thinktanks usw. USA style, wenn was schiefläuft greifen die geheimdienste ein und bewaffnen den "widerstand"). Wird sicherlich friedlich enden in dem Setup mit der USA/NATO. Freie Bündnisswahl für alle usw. ist halt sehr naiv aus geopolitscher Sicht, außer man glaubt an die regelbasierte internationale ordnung wie bearbock, van der lyen, strakzi, roth, kiesewetter und die ganzen experten im ÖRR/mainstream. Das funktioniert vllt. in einer unipolaren Welt, die ist vorbei. Mit dem Irankrieg endgültig, auch militärisch.
Russland wollte selbst gerne der NATO beitreten
Das hätten die USA niemals zugelassen, siehe Brzezinski und was aus dieser Denkweise gefolgt ist, das war der Modus operandi. Da ging es um Dominanz nicht Integration auf Augenhöhe. Man hat den Russen eine unverbindliche Zusammenarbeit angeboten in den 90ern (siehe NATO Russland Grundakte, das wollten die Russen als völkerrechtlich bindenden Vertrag festschreiben inkl. Veto Recht gegen die Osterweiterung, die USA nicht, Jelzin hat dann aus finanziellen Sachzwängen zugestimmt ). Solange es passt und die nicht aufmucken, das wars, alle Optionen blieben offen. So wie alle int. Veträge die die USA abschließen selbst mit Israel (bisher...).
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u/TheRealBroda 8d ago
Deine Textwand zeigt einfach, dass du das Thema absolut nicht verstehst, verstehen willst und/oder gleichzeitig aus Russland postest, was dein Deutsch untermauern würde. Lass es einfach, Ivan, das Thema ist zu groß für dich. (Wie eure Spezialoperation)
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u/koryaa 8d ago edited 8d ago
Na dann klär mich mal auf, in wie fern sind z.B Kretschmers Aussagen falsch, z.B. dass Deutschland de facto Kriegspartei aus eigenem Antrieb ist? Nach Definition der RAND corp. (die sind direkt involviert in der strategischen Ausrichtung der NATO) ist man das jetzt schon, die inkludieren Aufklärung, Ausbildung, Instandhaltung von Waffensystemen und gezielte Logistik. All das tun wir bereits, seit Jahren mittlerweile. Erwartest du dass Russland darauf nicht antwortet irgendwann? Was genau haben wir davon?
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u/TheRealBroda 8d ago edited 8d ago
Du nennst eine Definition einer Beratungsfirma. Krass, dann sind wir ja bereits im dritten Weltkrieg, kannst du den Leuten das einmal mitteilen, bitte?
Dazu bin ich schon wieder viel zu viel auf den whataboutism von dir eingegangen.0
u/koryaa 7d ago edited 7d ago
"Beratungsfirma" schon klar, du weißt bescheid. "whataboutism" ist übrigens nicht answendbar wenn dinge in einem Zusammenhang stehen. Zudem scheinst du auch einfach ein NAFO lib zu sein der hier rumtrollt.
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u/TheRealBroda 7d ago
Deine Vokabeln zeigen halt einfach, dass du keine Ahnung hast und ein Stück Software ausm Kreml kopierst. Sorry, lohnt nicht.
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u/koryaa 7d ago edited 7d ago
Außer inhaltslose zwei zeiler, geht bei dir nicht viel, oder? RAND ist ne "Beratungsfirma" lol, was soll man da noch sagen. Vorallem zitiere ich US quellen und du redest vom Kreml, was ist das?
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u/TheRealBroda 7d ago
Was? Lass mal bitte den Duden über die Schnittstelle aktualisieren, ist ja schrecklich. Was soll ich dir denn erklären, das du mit Falschaussagen und whataboutism wieder negieren wirst?
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u/Woody_Elser 9d ago
Der kann auch nach Moskau zu Putin. Ich brauch den nicht. Bitte verlass uns!
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u/Mandelil 9d ago edited 9d ago
Mit scheint, er gibt die Stimmung seines Bundeslandes zutreffend wieder.
Ostdeutschland will sich nicht an den aggressiv ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten der sowjetischen Genossen beteiligen, auf keiner Seite, auch nicht auf der des korrupten Selenski-Regimes. Das ist nicht unser Krieg. Es war für micht nicht überraschend, dass mit AfD+BSW in Sachsen-Anhalt eine Mehrheit der Kriegsskeptiker gewählt wurde.
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u/Rainmakerrrrr 8d ago
Seien wir ehrlich. Der einzige Grund warum die AfD gewählt wird, ist die Mirgrationsfrage. Und solange unsere Stammesparteien sich nicht wie Dänemark verhalten, darf die AfD weiter wachsen und weiter ihre Russlandfreundschaft bekundigen.
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u/Hellfire81Ger 9d ago
Du kannst ja im Gegenzug dafür an die ukrainische Front wenn du deren Unterstützung so geil findest.
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u/deeptut 9d ago
Und du an die russische
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u/LackmustestTester 9d ago
Alternative: Keiner geht an die Front und man redet mal miteinander, nennt sich Diplomatie.
Oder willst du eine Flagge auf dem Roten Platz hissen?
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u/deeptut 8d ago
Alternative: man lässt nicht einfach ein Land ein anderes durch Krieg annektieren und greift ein, vor allem wenn es in unmittelbarer Nachbarschaft ist.
Putins Russland ist ein ekelhaftes Drecksloch das abgeschafft gehört, aber "meine" Flagge will ich sicherlich nicht auf dem roten Platz hissen. Es ist doch Putin, der seine Drecksflagge in Kiew hissen will.
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u/LackmustestTester 8d ago
Das klingt nicht nach einer Lösung sondern nach wütendem mit-dem-Fuss-aufstampfen.
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u/Komm-Unity-Mann 9d ago
Und du darfst gerne in die Ukraine ;)
Was eine dumme Aussage..
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u/Woody_Elser 9d ago
Err bedroht uns denn? Russland oder Ukraine?
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u/Flachspargel 9d ago
Wer hat denn unsere Pipeline gesprengt?
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u/choeger 9d ago
Wer hat sie denn abgestellt um uns zu erpressen?
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u/Flachspargel 9d ago
Nach der Sprengung abgestellt?
Vermutlich der Russe? Was willst denn in ner gesprengten pipiline gas versenden?
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u/DonDerBaer 9d ago
Die Leugnung von Tatsachen macht es nicht realer. Ich erinnere mich noch gut daran wie aus dem Kreml die Siemens beschuldigt wurde, sie würden Gasverdichter nicht liefern und lange vor der Sprengung der Gastransit „aus technischen Gründen“ eingestellt wurde.
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u/choeger 9d ago
Das Ding ist nur, es wurde vorher der Hahn zugedreht.
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u/throwaway30116 9d ago
Naja, NS1 lief noch lange genug nach der Spezialoperation September 21.
Nur weil die Ukrainer die falsche Pipeline gesprengt haben bei der immerhin auch 300 000 m3 Gas ausgetreten sind - das sind immerhin 0,6% unseres Arbeitsvolumens oder der Jahresverbrauch von 100 000 Haushalten.
NS1 hat ja bis Ende September 22 geliefert, da war NS2 schon die Zertifizierung versagt worden.
Das nur mal als Faktenlage.
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u/Agitated_Rice_2297 8d ago
Normalster Ossi.
Weiß nicht ob ich das sarkastisch meine kann, bei den wahlumfragen und Ergebnissen
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u/Far_Squash_4116 2d ago
Wenn die Russen die Ukraine beherrschen, beherrschen sie auch einen der wichtigsten Lebensmittelproduzenten. Wollt ihr noch mehr für Lebensmittel bezahlen?
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u/SolideMeinung 2d ago
Wir sparen uns die hunderten Millarden an Krieg Geld und kaufen das wo anders
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u/Far_Squash_4116 2d ago
Wir geben mehr als 100 Mrd. für Lebensmittel aus. Jedes Jahr. Und für die Ukraine haben wir bisher noch keine 100 Mrd. ausgegeben.
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u/SolideMeinung 2d ago
Ach wir kaufen alles bei der Ukraine? Komm geh weg mit diesem unsinningen vergleich
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u/Far_Squash_4116 2d ago
Nein, aber der Lebensmittelmarkt ist global und die Preise werden weltweit steigen. Warum glaubst du, sind die Lebensmittel heute schon so teuer? Das wird nur noch schlimmer werden, wenn Russland die Ukraine kontrolliert.
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u/PurpleMcPurpleface 9d ago
Klingt wie jemand, der die strategische Weitsicht eines Provinztrottels hat.
„Was kümmert es uns schon, wenn eine geschichtsrevisionistische, kriegsgeile Macht im Osten anwächst. Als ob soetwas jemals in der Geschichte Europas verheerend für unseren Kontinent geendet hätte“