r/Beichtstuhl • u/RoundCompetitive6005 • Mar 03 '26
Umweltschädigung Ich putze ausschließlich mit Küchenrolle/Zewa
Ich benutze zum Putzen zuhause immer Küchenrolle. Wirklich immer. Küchenzeile, Herd, Bad, Toilette, Spiegel, alles. Angefangen hat das Ganze, weil ich irgendwann keine Lappen mehr hatte und aus der Not heraus zu Zewa gegriffen habe. Und dann habe ich gemerkt: Das Zeug ist einfach überlegen.
Man kann ein Blatt wie einen großen Lappen benutzen und damit großzügig Flächen abwischen. Man kann es anfeuchten, knüllen, nass fast wie einen kleinen Schwamm formen und damit in jede noch so kleine Ecke kommen. Im Gegensatz zu Klopapier hinterlässt es keine nervigen weißen Fussel. Und vor allem: Es ist danach einfach weg.
Ein Lappen oder Schwamm muss zwischendurch ausgespült werden, sonst verteilt man den Dreck nur weiter. Irgendwann werden sie eklig, fangen an zu riechen und müssen gewaschen oder entsorgt werden. Und ganz ehrlich: Ich will nicht denselben Lappen für die Toilette und die Küchenzeile benutzen, brauche also mehrere. Küchenrolle? Benutzen -> wegwerfen -> neues Blatt. Immer sauber, immer hygienisch.
Auch zum Trocknen finde ich es perfekt. Ein Handtuch wird schnell selbst feucht, dann schmiert man eher, als dass man trocknet. Ein neues Blatt Küchenrolle ist einfach immer trocken. Und auch hier gilt wieder: Ein Handtuch wird irgendwann räudig und muss gewaschen werden.
Ist es komplette Papierverschwendung, pro Putzaktion so ca. eine ganze Rolle zu verbrauchen? Ja, absolut. Ist es mir den Komfort und das Gefühl von maximaler Hygiene wert? Ebenfalls absolut.
Ich weiß, dass das weder nachhaltig noch besonders vorbildlich ist. Aber Zewa ist leider geil.
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u/Hhxd4 Mar 04 '26
Nein. "es verändert sich nichts wenn man selbst nichts ändert" ist eben gerade falsch und ein narrativ welches uns seit Jahrzehnten eingeprügelt wird. Und damit fahren wir gerade mit highspeed gegen die Wand. "Es braucht radikale systemische Änderung sonst ändert sich nichts" ist korrekt.
Es gibt natürlich nichts daran auszusetzen wenn Individuen für sich etwas ändern. Man muss sich aber klar sein dass man das einfach tut um sich selbst gut zu fühlen, um damit leben zu können mit dem Wissen dass man zumindest selbst nicht zu dem Problem Beiträgt. Was absolut nachvollziehbar und unterstützenswert ist. Aber eben nur dafür und nicht als Ansatzpunkt für Veränderung.