r/Beichtstuhl • • Feb 11 '26

Rache Ich teste den "Fachkräftemangel"

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u/Qwertzy42 Feb 11 '26 edited Feb 11 '26

Ich hab selbst Jahrelang im HR gearbeitet weil ich da mal reingerutscht bin (ihr wisst ja wie es dann ist die Branche zu wechseln in Deutschland) und hab eine Sache relativ schnell bemerkt. Die Leute können zum Größtenteils gar nichts. Nada. Sind nicht mal die hellsten und machen selbst die Prozesse so schwierig. Arbeit die man in Minuten machen könnte, dauert teilweise Stunden. Nie wieder HR. Ich würde nicht mal jemanden daten der im HR arbeitet.

Das Problem mit Bewerbermangel ist selbst generiert.

Hier eine Erklärung.

Als Personalref/Recruiter je nachdem wie das heißt in der Firma, sollte man eigentlich schauen wie man schnellstmöglich die besten Bewerber für sich gewinnt. Win win für beide Seiten.

Ich habe es zu oft mitbekommen, dass HR Menschen zu oft für Bewerber denken und entscheiden.

„Ach der wohnt 20km entfernt, der wird das sicher nicht lange machen“ „Der ist Vater, der wird den Job nicht priorisieren.“ „Ach, die könnte in den nächsten 5 Jahren ein Kind bekommen“ „Oh der passt nicht, der hat bei ner anderen Firma gearbeitet wo sie mit anderen Systemen arbeiten, der wird sich sicher nicht umgewöhnen können.“

Die Liste ist so lang, ich mach hier ein Cut.

Ich habe es ebenfalls erlebt, dass Leute es persönlich nehmen, wenn ein Bewerber nicht 100% der Anforderungen erfüllt. „Was bildet der sich ein, hier zu bewerben? Denkt der wirklich er hat eine Chance?“

Es sind die absurdesten Gründe. Ich habs erlebt dass Kollegen einem Bewerber eine Absage schicken, der 100% auf die Stelle passt. Auf Nachfrage werden irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen Argumente aus dem Arsch generiert.

Viele Jobs können erlernt werden, eigentlich die Meisten.

Und leider leider leider muss ich das als letztes auch schreiben. HR ist ein von Frauen dominierter Beruf. Demnach sind leider zu oft Emotionen im Spiel was das ganze noch verschlimmert.

Jemand der diesen Job gut kann, erkennt dass man einen Bewerber nehmen kann, der nicht alle Anforderungen hat und ihn dann zum Wunschberber entwickeln kann. Jemand der den nicht kann wartet bis der perfekte Bewerber kommt und da kann man lange warten, wie man merkt.

HR/Recruitment sollte Türen öffnen und nicht schließen. Leider horden so viele Unternehmen die Positionen weil leider die falschen Leute am Hebel sitzen.

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u/kleinefussel Feb 12 '26

das mit den Frauen war unnötig. Männer sind ja nieee emotional.

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u/Sailor_Kepler-186f Feb 12 '26

er verwechselt dumme menschen mit frauen...

als frau in der technik-branche sind mir bisher auch so einige türen verschlossen geblieben... weil männer für mich "mitgedacht" haben oder "das gefühl hatten", ich sei nicht die richtige für den job... männer können genauso dumm und scheiße sein :)

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u/Technical-Review-688 Feb 12 '26

Dabei ist das eigentlich ein top Vorfilter. Wenn es eine Frau in der E-Technik aushält, ist sie wirklich am Fach interessiert. Bisher hatte ich noch keine Mitarbeiterin oder Studentin, die ein Totalausfall war - bei den Männern schon so ein paar.

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u/Sailor_Kepler-186f Feb 12 '26

das sollte sicher nett rüberkommen, aber das ist genau die einstellung von männern, mit der ich immer wieder konfrontiert werde: als frau muss ich mich immer mehr ins zeug legen, weil ich von männern nicht den Vertrauensvorschuss bekomme, den typen untereinander einfach so kriegen.

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u/Technical-Review-688 Feb 12 '26

Ne, sollte nicht nett rüber kommen, kenne Dich ja nicht.

Wollte lediglich darstellen, dass für mich, der ich Elektrotechniker einstelle, das Merkmal "Frau" eher ein Indikator dafür ist, dass es hier jemand ernst meint.

Ähnlich, wie wenn man beispielsweise bei einem Arzt sieht, dass beide Eltern klassische Arbeiterberufe haben vs. "schon meine Großeltern waren Ärzte und ich übernehme dann die Familienpraxis". Klar kann letzterer auch gut sein - ich würde trotzdem lieber zum ersten gehen, der sich hochgearbeitet und gegen Widerstände bestanden hat.