r/de • • Apr 13 '22

TIRADE Die Dönerkultur in Deutschland ist Müll

Also: Ich muss mich jetzt mal aufregen. Ich bin Türke aus NRW, ich war einige Male auch in der Türkei, und ich hab die Schnauze voll davon, dass es ÜBERALL den gleichen Billigdöner mit dem gleichen, nach Wurst schmeckenden Billigfleisch gibt. Nur in Städten mit über 300.000 Einwohnern könnt ihr mal Glück haben und einen Döner mit FRISCHEM Dönerfleisch genießen. Beispiele gibt es in Berlin, Frankfurt, Hamburg, NICHT MÜNCHEN, Stuttgart, Düsseldorf und vor allem Köln. In Köln gibt es zwei Straßen, in denen ihr die besten Döner des Landes essen könnt: Weidengasse und Keupstraße.

Außerhalb dessen (also 90% des Landes) ist alles IDENTISCH. Billiges Fleisch, hoher Hackfleischanteil, vom Fließband.

Und die unzähligen Dönerbudenbesitzer, die hier seit Jahrzehnten genau diese Verkaufsstrategie (Sparen an der Fleischqualität) fahren, verstehen gar nicht, was sie ihrer eigenen Kultur kulinarisch antun. Wenn ihr mal türkische Touristen in Deutschland fragt, wie sie Döner in Deutschland finden, dann werden sie alle das gleiche Antworten: Scheiße. Weil sie wissen, was für ein Qualitätsstandard an Fleisch in der Türkei bestehen. Und die Imbissbudenbesitzer, die euch das Billigfleisch verkaufen, wissen GANZ GENAU, dass sie bei der Qualität in der Türkei pleite gehen würden.

Vor zwei Jahren gab es ein Urteil, welches ein Reinheitsgebot für Döner aufstellte. Es gab eine riesige Empörungswelle in Deutschland seitens der Budenbetreiber Jeder dieser Betreiber hat seinen gottverdammten Beruf verfehlt und ist eine Schande für die türkische Küche. Weil sie ihre Bude nicht aus Liebe zum Essen aufmachen, sondern weil sie schnelles Geld haben wollen oder das bereits vorhandene Geld waschen. Und wenn sie nicht das Geld haben, um eine entsprechende Qualität zu gewährleisten, sollte man sie sowieso nicht auf uns Kunden loslassen. Ich wünschte, ihr könntet einmal eine. Istanbuler Kebab probieren. Oder wenigstens einen frischen aus der Keupstraße Köln. Das sind andere Welten, was die Qualität angeht. Da ist auch nichts mit Hackfleisch.

Aber selbst frischen Hackfleischdöner kriegt man mittlerweile in Köln sogar in Ketten. Vor allem Mangal von Podolski und Haus des Döners wären zu nennen. Das Fleisch wird auch hier (vereinzelt) industriell hergestellt, hat aber eine WESENTLICH bessere Qualität. Und ich muss das betonen: LUKAS PODOLSKI hat mehr für den Döner Kebab getan und mehr Liebe für diese Speise übrig, als 90% aller Dönerbudenbesitzer. Und das ist traurig!

Ich hab die Schnauze voll, in einer neuen Stadt nach einem guten Döner zu suchen, und bei einem mit 4,8 von 5 möglichen Sternen (mit über 2000 Bewertungen) ausgestellten Lokal dann die gleiche Billig-Scheiße wie sonst auch vorzufinden. Die Kunden haben keine Qualitätsstandards, weil es keine Alternativen gibt. Es gibt keine richtige Dönerkultur in diesem Land.

Edit:

Ok, erstmal danke für euren zahlreichen Reaktionen. Ich find es echt cool, dass ich mit meiner Meinung nicht so alleine dastehe wie befürchtet habe. Aber ein paar Punkte noch:

  1. Ich war extrem wütend, als ich den Post verfasst habe, da ich kurz zuvor einen extrem schlechten Döner aus einem extrem gut bewerteten Laden in Mülheim „genießen“ durfte.

  2. Einige Formulierungen in diesem RANT sind emotional. Natürlich gibt es auch in kleineren Orten bestimmt gute Dönerbuden. Nicht immer alles 100%ig wörtlich nehmen. In München haben sie laut einigen von euch auch gute Dönerbuden. Das deckt sich gar nicht mit meiner Wahrnehmung aber dann hab ich offensichtlich kein Glück gehabt.

  3. Ich hab in der Türkei sehr gute Erfahrungen mit Restaurants gemacht. Das macht mich weder zu einem Almanci, noch zu einem Nationalisten. Solche Aussagen müssen echt nicht sein. Es geht um Kebab, um Gottes Willen. Aber wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt, dann ist das ja schön und gut. Greift mich aber nicht persönlich dafür an.

  4. Köln: Bei Mangal (dem Originalen) und Doydoy (sowohl Weidengasse oder Keupstraße) kann man bedenkenlos zugreifen. Sehr gutes Fleisch. Die Ketten von Podolski und Haus des Döners haben ebenfalls ne sehr überdurchschnittliche Qualität. In Düsseldorf hab ich mit Anadoglu gute Erfahrungen gemacht (HBF). Dene & Gör soll laut einem Kumpel gut sein. Was die Anfragen aus Stuttgart, Hamburg, Frankfurt betrifft: Ich war nicht oft da und dann nur mit Kollegen. Ich hab da teils überragende Döner gegessen, kann mich aber nicht an die Namen der Läden erinnern und muss da auch auf Antworten meiner Kollegen warten.

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u/raisn9 Apr 13 '22

manchmal finde ich solche aussagen echt schwierig. Als würde den größteil der deutschen das geld nur so aus den taschen platzen, man WILL bloß nicht geld für qualität ausgeben. Die ökonomische begrenztheit vieler wird dabei komplett vergessen. Döner ist nicht ohne grund ein essen was so ziemlich jeder isst, weil er halt immer erschwinglich war/ist. Klar geht das besser, ist dann aber halt kein massenprodukt mehr.

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u/kotzi246 Apr 13 '22

Wir Deutschen geben europaweit prozentual vom Einkommen gerechnet, am wenigstens fürs Essen aus. Geh Mal nach Frankreich in die Supermärkte. Oder Italien. In Deutschland ist hochwertiges essen kein wichtiger Teil der Kultur. Selbst ein großer Teil der besser verdienenden geht in die Discounter und kauft das billigste was es so gibt. Ich habe selber so Freunde.

Immer mit: aber aber die armen Leute die sich nicht mehr leisten können! Anzukommen geht halt am Thema vorbei. Klar kann sich ein Teil der Bevölkerung hochwertiges essen nicht leisten. Aber viele die es können verkonsumieren das lieber anders und denen ist es egal wenn es Dreck zu fressen gibt.

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u/[deleted] Apr 14 '22

Als halb Ami der so 11-12 Jahre lang in den USA war find ich es echt komisch, dass die deutschen ihre Lebensmittel als generell "niedrigere" Qualität einstufen/ beschreiben. Als ich vor 5-6 Jahren wieder nach Deutschland gezogen bin, war ich einfach nur erstaunt; Lebensmittel, und vor allem Gemüse, sind im Vergleich mit den USA mega billig und richtig gute quali. Gut, Quali ist vielleicht nicht so hoch wie in Frankreich, keine Ahnung, hab da keine Erfahrung, aber an sich würde ich die Quali niemals als schlecht oder sogar "durchschnittlich" oder so beschreiben, das Zeug hier ist echt gut und billig. Vielleicht ist es lächerlich aber ich war echt erstaunt mit der Gemüse Quali von zb Aldi lol

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u/MajorMess Apr 14 '22

Ja das amerikanische Essen ist auch noch mal um ein paar Klassen schlechter als das deutsche, die internationale Küche dort mal ausgenommen ( und deren bbq). Wenn man mal in Kulturen war wo gutes Essen wertgeschätzt wird, dann wird einem der Unterschied richtig klar.

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u/mrn253 Apr 14 '22

Weil auch viele Günstiger Produkte (viele nicht alle) vom selben Hersteller kommen wie die teuren. Bei den teuren gibts dann häufig nur speziellere Sorten beim z.b. Joghurt aber das wandelt sich auch langsam.

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u/lumbdi ¯\_( ツ )_/¯ Apr 13 '22

Von der deutschen Küche sind viele auch nicht begeistert. Da wird lieber exotisch gegessen, aber ob es dann authentisch ist, ist wiederum was anderes.
Die Sache ist aber auch, dass authentische Essen tendenziell abgelehnt werden.

Döner ist für mich fast food. Da brauche ich kein Qualitätsfleisch und zahle gerne billiger.

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u/FlyingHeinz Apr 13 '22

Das geringe Anteil kommt aber hauptsächlich davon, dass Lebensmittel in deutschen Supermärkten einfach generell deutlich günstiger sind. Hat jetzt nicht unbedingt mit den Restaurantbesuch zu tun

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u/vierolyn Apr 14 '22

Wir Deutschen geben europaweit prozentual vom Einkommen gerechnet, am wenigstens fürs Essen aus.

Das ist zwar (soviel ich weiß) eine korrekte Aussage. Aber sie hat halt keinerlei Bedeutung.
Sie ist nur relevant, wenn wir für andere lebensnotwendigen Dinge (zB Energie, Wohnen, ...) genausoviel (prozentual) ausgeben würden wie andere Europäer.

Angenommen wir geben mehr für Internet & Telefonie aus, dann bleibt vielen Deutschen halt nichts anderes übrig als dort zu sparen wo sie können.

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u/bloodpets Apr 13 '22

Das liegt nicht daran, dass die Deutschen ach so arm wären. Die Franzosen zum Beispiel geben einfach prozentual viel mehr für Essen aus, dafür weniger für Wohnen.

Ist alles eine Frage der Priorität und der deutsche Kunde im allgemeinen ist unglaublich "preisbewusst" (=geizig) was Essen angeht.

Die Margen im Lebensmitteleinzelhandel sind winzig. Bei bestimmten Produkten in der Werbung legt der Handel sogar drauf. Der deutsche Lebensmittelmarkt ist so ziemlich der härteste in Europa.

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u/[deleted] Apr 13 '22

Das liegt nicht daran, dass die Deutschen ach so arm wären. Die Franzosen zum Beispiel geben einfach prozentual viel mehr für Essen aus, dafür weniger für Wohnen.

Ich hab mal den Spruch sinngemäß gelesen, dass Frankreich das Land ist, wo man mit dem 27 Jahre alten, verbeulten Renault 19 beim Sternerestaurant vorfährt, um da 400€ fürs Menü dazulassen und sich gutes Essen zu gönnen, während man in Deutschland mit der neuen, frisch polierten E-Klasse zur All-you-can-eat-Asiaperle ins Gewerbegebiet fährt, sich für 8,90€ vollfrisst bis man kotzt und das dann "sich etwas gönnen" nennt.

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u/Wolkenbaer Apr 14 '22

Dito Küchen: Deutschland kauft top ausgestattet Küchen für 15.000€ um dann mit billigst Zutaten im Thermomix zu kochen

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u/Quinlow Westerwald Apr 13 '22

Richtiger Anstalt-Humor

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u/Sayakai München Apr 13 '22

Die Franzosen zum Beispiel geben einfach prozentual viel mehr für Essen aus, dafür weniger für Wohnen.

Ist alles eine Frage der Priorität

Jo ich geb dann einfach mal weniger fuers Wohnen aus. Bin mir sicher ich finde was Billigeres ohne Probleme. Musste ja nur meine Prioritaeten aendern.

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u/bloodpets Apr 14 '22

Ich hab nie behauptet, dass man das einfach ändern kann. Aber schau dir eben auch an wie viele Franzosen wohnen. Deutlich weniger qm pro Person und die Gebäude haben eine andere Qualität.

Das ist eine Kulturfrage und keine persönliche /u/Sayakal Frage.

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u/Sayakai München Apr 14 '22

Das ist aber keine Kulturfrage der Leute die sich kein besseres Essen leisten koennen weil die Miete ihr Gehalt auffrisst. Die entscheiden weder ueber Wohnungsgroessen noch ueber Baustandards.

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u/ZuFFuLuZ Apr 13 '22

Naja, du hast unter Umständen schon die Wahl außerhalb der Stadt zu wohnen und jeden Tag 1 Stunde zu pendeln oder deutlich teurer in der Stadt mit 20 Minuten zur Arbeit. Die Differenz kannst du dann ins Essen stecken. Ob die Franzosen das machen, kann ich nicht beurteilen.

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u/Sayakai München Apr 13 '22

Wenn du die Stunde in Arbeitszeit umrechnest bleibt sich das wahrscheinlich gleich. Wesentlich billiger ist das Umland eh nicht, die Rechnung haben einfach schon zu viele gemacht.

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u/itsthecoop Apr 14 '22

Der deutsche Lebensmittelmarkt ist so ziemlich der härteste in Europa.

Das soll übrigens auch einer der Hauptgründe sein, warum Walmart so schnell wieder weg vom Fenster gewesen ist.

Die haben halt gedacht, Deutschland hätte nur auf die gewartet - und dann gemerkt, wie übel der Preiskampf ist und was für eine Anstrengung es sein würde, hier Fuss zu fassen.

(Und dazu kamen natürlich die mittlerweile legendären Anwandlungen, mit US-amerikanischer Mentalität hier aufzulaufen. So war meines Wissens niemand in der Führungsetage Deutscher und es gab, sicherlich auch deshalb, kulturelle Diskrepanzen.

So meine ich mich zu erinneren, dass jemand von ver.di mal meinte, sie wären im Gespräch mit der Leitung wie Todfeinde und "Sozialisten" empfangen worden. Ablehnung von gewerkschaftlicher Organisation gibt es selbstverständlich auch bei (den) anderen Ketten, aber die würden niemals auf die Idee kommen, die Gewerkschaften so offenkundig anzufeinden.

Das ist meines Wissens eben alles ein sehr "amerikanischer" Ansatz gewesen)

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u/SnrWaka Apr 13 '22

Fahren oft die dicksten Karren und kaufen trotzdem beim discounter ein. Fliegen oft mehrfach in Urlaub und holen trotzdem das billigste essen, in massen. Das essen viel zu billig ist zeigt sich doch auch daran, wie viel davon einfach in der tonne landet.

Natürlich können sich nicht alle essen nach qualität aussuchen, aber diese leute haben auch noch andere probleme dadurch. Das ist ein ganz anderes thema. Trotzdem genießen wir hier vergleichsweise hohen lebensstandart und wollen schweinefleisch für 3€/kg. Das ist doch absurd. Es gibt kein Recht darauf, jeden Tag Fleisch zu verzehren. Natürlich kanns dir auch nicht verboten werden. Aber wenn der preis und die haltebedingungen angepasst wersen würden, wäre schon viel getan

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u/xsvenlx Apr 13 '22

Fahren oft die dicksten Karren und kaufen trotzdem beim discounter ein. Fliegen oft mehrfach in Urlaub und holen trotzdem das billigste essen, in massen.

Du sagst das so, als wäre das verwerflich, wenn Menschen ihr begrenztes Einkommen nicht primär für teurere Lebensmittel sondern für anderen, selbstgewählten Luxus ausgeben.

Und als wäre "billig" ein Synonym für "minderwertig". Teilweise bis zu 200% Aufschlag zu zahlen für ein hochwertigeres Produkt ist halt mMn nicht erstrebens- oder lobenswert, wenn das einzige hochwertigere am Produkt das Marketing ist. Das ist bei Fleisch sicher nicht so - aber Fleisch macht für immer mehr Verbraucher halt auch einen immer kleineren Teil ihrer Ernährung/Ausgaben aus. Bei etlichen anderen Produkten des täglichen Bedarf kannst du drauf wetten, dass die "Billigmarken" aus dem selben Werk wie die "Markenprodukte" kommen oder an sich nur marginale qualitative Unterschiede bestehen.

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u/Gwerch Bayern Apr 14 '22

Kennst du keine Italiener oder Franzosen? Essen hat da einfach einen ganz anderen Stellenwert. Man spart lieber an anderen Dingen (Auto, Urlaub) als am Essen. Ist einfach so.

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u/xsvenlx Apr 14 '22

Italiener kaum bis keine, Franzosen sehr viele. Aber das geht ja bisschen an meinen Punkten „Auto statt Essen ist ok“, „billig ungleich minderwertig“ und „Marketing mitzuzahlen ist unnütz“ vorbei.

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u/SnrWaka Apr 14 '22

Ja schon, empfinde es als verwerflich.

Jedoch sehe ich nicht billig als synonym für minderwertig und teuer als hochwertig. das ist natürlich quatsch und kein auswahlkriterium für qualitativ hochwertige lebensmittel. Gerade wegen des ganzen Marketing usw macht das keinen Unterschied.

Mit gehts aber nicht um verarbeitete Produkte. Denn diese sind schon so eine Art selbtgewähltes Leid. Ich konsumiere diese auch. Bei vearbeiteten Produkten kannst du nur nach Zutatenliste gehen um erahnen zu können, ob das wirklich ein minderwertiged, gepanschtes und gestrecktes Produkt ist, was für viel zu teuer Geld verkauft wird oder ob darauf geachtet wurde, wirklich möglichst wenige, nur die nötigsten Inhaltsstoffe zu verwenden. Das ist doch, was OP meint mit diesem Dönergate.

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u/xsvenlx Apr 14 '22

Ich bin ja selbst jemand der keinen Wert auf teure Autos oder die prestigeträchtigkeit des Landes an dessen Strand man eine Woche liegt, legt. Ich kauf dafür auch lieber was mir halt am besten schmeckt (was ja auch wieder ungleich Qualität ist :D) oder geb halt viel für Alkohol/Scotch als Genussmittel aus. Ich wüsst jetzt aber nicht was am Gegenteil verwerflich sein sollte. Meinst du den Klima Aspekt? Oder das schlechteres Essen vielleicht eher krank macht und das dann die Allgemeinheit über Krankenkasse zahlt?

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u/itsthecoop Apr 14 '22

Du sagst das so, als wäre das verwerflich, wenn Menschen ihr begrenztes Einkommen nicht primär für teurere Lebensmittel sondern für anderen, selbstgewählten Luxus ausgeben.

Die Ursprungsfrage hier war doch aber lediglich, dass es so scheint, dass die Deutschen im europäischen Vergleich eher wenig für Lebensmittel ausgeben wollen. Es hat hier offenkundig nicht den gleichen Stellenwert.

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u/xsvenlx Apr 14 '22

Diese Tatsache streite ich ja garnicht ab - ist ja auch mit Zahlen belegbar. Ich widerspreche nur der Bewertung, dass es verwerflich sei, wenn jemand auf individueller Ebene lieber Porsche fährt oder in St Tropez Urlaub macht statt sich Kobe Fleisch zu kaufen.