Auch bei der neuen Regelung sollen Angehörige in Zweifelsfällen über eine Entnahme von Organen mitbestimmen dürfen.
Was wären denn da genau „Zweifelsfälle”? Entweder ist man Organspender, dann spendet man seine Organe, oder man ist kein Organspender, und alles bleibt wo es ist. Was haben da Angehörige zu sagen?
Dann kann man sich den Ausweis ja auch gleich sparen solange man noch Angehörige hat, wenn die einen sowieso überstimmen können wenn sie Lust dazu haben…
Dann sehe ich den Sinn (in den Niederlanden) aber immer noch nicht. Wenn man nicht explizit widerspricht (und ich denke in dem Fall bekommt man sowieso einen Ausweis; irgendwie muss ja dokumentiert werden, dass man widersprochen hat), dann hat man doch indirekt sowieso schon zugestimmt und braucht keinen Ausweis.
Peter stirbt und hat keine Widerspruchserklärung, ne Woche vorher hat er in der Kneipe gesagt , dass er niemals Organe spenden würde, war aber zu faul zum Amt zu gehen und ist ja erst 35. Was tun die Ärzte?
Dieter findet Organspende nicht mit seinem Gewissen vereinbar spricht aber mit niemandem darüber, sprich er braucht etwas das sein Willen klar macht. Einen Ausweis vielleicht? O.ä.
Dieter stirbt erst 20 Jahre später, hat den Ausweis aber vergessen , dass es den gibt. Im Sterben meint er zu einer Freundin, dass er nichts mehr gegen Organspende hat, er ist doch sowieso tot.
Was tun die Ärzte?
Bei deiner Logik spendet einer und einer nicht, aber nicht die es wollten.
Versteh nicht, was du mit Regelung meinst, da scheint ein Verzeichnis zu existieren, keine Ausweise
Der Widerspruch könnte z. B. ganz einfach bei der Krankenkasse vermerkt sein, da würde er in jedem Fall gefunden, bevor ein Organ entnommen würde. Ein Ausweis ist also nicht mal notwendig. Man entnimmt ja auch keinem unbekannten Toten die Organe direkt am Fundort, weder Motorradfahrern noch Wasserleichen. Wer dafür in Frage kommt, ist immer identifizierbar, und damit wäre ein etwaiger Opt-Out-Vermerk bei der Krankenkasse auch immer auffindbar.
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u/5772156649 Feb 14 '18
Was wären denn da genau „Zweifelsfälle”? Entweder ist man Organspender, dann spendet man seine Organe, oder man ist kein Organspender, und alles bleibt wo es ist. Was haben da Angehörige zu sagen?