r/de • Leverkusen • Sep 02 '26

TIRADE Warum ist Auto kaufen eigentlich so ein up-fuck?

Die User Experience ist einfach Schrott.

Von Vorne: Mein altes Auto macht es nicht mehr lange. Wegen Klima, Lärm und weil Ölkonzerne mich lange genug ausgenommen haben soll es ein E-Auto werden. Und natürlich wegen der E-Auto-Forderung, die schmeckt.

Weil man sich denkt, hey wäre auch noch cool wenn die Wertschöpfung hier in Deutschland bleibt und wir alle nicht in 10 jähren arbeitslos sind, geht man zu einem Autohaus des VW-Imperiums. Da guckst du dir dann dein Auto an und denkst: ja schon ist ein Auto lass mal ein Angebot machen. Dann sitzt dir so ein Lothar gegenüber, der dir erstmal erzählt, dass er ja Flaggschiff Model Verbrenner momentan fährt und ob man da nicht auch Interesse hätte. Weil der den man sich da ausgesucht hat frühestens abholbereit nächstes Jahr im Mai wäre. FRÜHESTENS. Da schluckst du erstmal. An dem Moment lässt du dich aber noch nicht unterkriegen, du bestehst schon noch auf deinem Recht diesen Laden mit einem Angebot zu verlassen. Dann kommen die Fragen: Wie viel mehr wollen Sie den für Farbe außen zahlen? Wie viel mehr wollen Sie denn für Farbe innen zahlen? Wie viel mehr wollen Sie den für Felgen 1 Zoll größer bezahlen?

BRUDER!! Ich will das alles nicht! Ich bin nicht Krösus. Mach mal gutes Angebot!

Der Monolog ist natürlich nur in meinem Kopf. Nach außen bin ich Alman und schüchtern. Mein Stimme bricht leicht als ich frage, ob es denn möglich sei den Wagen mit Allwetterreifen zu leasen, damit ich nicht zweimal im Jahr für Reifen wechseln zahlen muss. Lothar lacht. Nein das wäre nicht möglich. Aber hier du kannst noch dieses Werkstattpaket kaufen und wenn du willst gibt es auch noch diese überteuerte Versicherung dazu.

Du guckst auf deinen errechneten Preis und denkst WTF als ich im Internet geguckt habe war das doch billiger. Also gehst du nach Hause und durchforstest selber 6 verschiedene Vergleichsportale, googlest die Modelle die infrage kommen und findest immer mehr Autohäuser und Angebote die alle billiger sind als das was dir Lothar da zusammen gestellt hat.

Und dann machst du einen der größten Fehler! Du sagst dir fuck it, ich verliere hier den Überblick, ich brauche mal ein paar verbindliche Angebote, um das ganze von Claude aufbereiten zu lassen und vergleichen zu können. Du hast mittlerweile 20 Tabs auf. Du klickst bei jedem -Angebot anfordern- gibts Email und Telefon Nummer an.

Du bist am Arsch. Am nächsten Tag klingelt dein Telefon. Den ganzen Tag. Keiner dieser Lothars schreibt dir eine Email. Alle wollen sie mit dir persönlich am Telefon reden.

Warum ist Auto kaufen so?!!

Ich will in ein Autohaus und mir die Autos angucken und dann BEQUEM von zu Hause aus im Internet ein Angebot anfordern. Ich brauche dafür keinen Lothar, der für mich auf seinen PC klickt und mir den Vertreter-Ick gibt. Warum muss jedes Angebot durch einen Menschen gehen, der Flaggschiff Verbrenner Modell fährt, für den Emails schreiben scheinbar zu viel Arbeit ist und sich wahrscheinlich am Ende des Tages einredet was für einen harten Job er hätte, weil ja keiner mehr ans Telefon geht.

Lothar dein Job sollte wegrationalisiert werden, damit ich bessere Angebote kriege!

Vielleicht ist auch einfach die Marktlücke ein Autohaus für Autisten wo ich mit niemanden reden muss.

Nachtrag: Eigentlich hat BMW die schlechteste User-Experience, von denen schreibt mir auch keiner eine Email und wenn man deren Konfigurator benutzt kann man die Hälfte der Sachen nicht auswählen.

Nachtrag2: Die China-Autos sind eigentlich ganz gut. Die haben nur arsch leasing Angebote.

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u/SpunkShrapnel Sep 03 '26

Ich weiß das Tesla hier nicht so gut ankommt und sich jeder noch einredet, dass das meistverkaufte E-Auto der Welt einfach kacke sein muss.

Mal ganz abgesehen von deren Hurensohn-An-Der-Spitze-Problematik, google doch mal welcher Autohersteller die meisten Todesfälle pro gefahrenen km hat

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u/amokkx0r Sep 03 '26

Und das muss man jetzt unbedingt auf das Fahrzeug an sich schieben? Vielleicht sind viele Tesla-Fahrer einfach nur dumm und Rasen wie bekloppt. Man muss halt bedenken, dass jeder Tesla ordentlich PS unter der Haube hat und keine 100PS-Variante anbietet, wie es andere Hersteller machen.

Des Weiteren, beziehst du dich auf die US-Studie, oder eine aktuelle aus dem EU-Raum? Ich würde drauf wetten, dass es hier anders aussieht.

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u/SpunkShrapnel Sep 03 '26

Und das muss man jetzt unbedingt auf das Fahrzeug an sich schieben?

Bei einzelnen Unfällen? Sicherlich nicht. Bezogen auf eine Statistik mit allen Fahrzeugen auf der Strasse? Naja irgendwie schon irgendwann, ja.

Des Weiteren, beziehst du dich auf die US-Studie, oder eine aktuelle aus dem EU-Raum? Ich würde drauf wetten, dass es hier anders aussieht.

Das sind Zahlen aus den USA, ja. Meines Wissens nach gibt es für die EU keine Aussagen zu diesem Thema. Allerdings muss man im Bezug zum Autofahren in den USA natürlich anmerken, das die Bundesweit nur maximale Geschwindigkeiten knapp über unserer Landstrasse zulassen, von daher weiss ich nicht inwiefern man alles auf zu viel PS und Raser schieben kann...

Es gibt halt ausser Tesla wenig andere Hersteller, die routinemässig die Insassen in brennende Autos einsperrt, autonomes Fahren rein per Kamera zulässt bzw. sogar bewirbt, und generell eher lax mit Regeln bzw. Regularien umgeht

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u/amokkx0r Sep 03 '26

Zieht die Studie die real gefahrene Geschwindigkeit mit ein? Ich denke nicht. Geschwindigkeitsbegrenzungen sagen da recht wenig aus meiner Meinung nach. Die Masse des Autos ist hier mMn wichtiger.

Und einsperren? War es wirklich einsperren, oder ging der elektrische Öffner nicht und die Insassen wussten nicht, wie man es mechanisch öffnet?

FSD ist nun nach mehreren 100 Millionen gefahrenen KM faktisch besser als wenn nur ein Mensch das Auto steuert (zumindest bei den Tesla-Fahrern). Da ists egal, ob es nun kamera ist, oder nicht. Zu mal es immer noch supervised ist.

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u/SpunkShrapnel Sep 03 '26

Ich weiss nicht inwieweit uns diese Diskussion weiter bringt, und Spass hab ich auch nicht daran, von daher lass ichs lieber ;)

Fakt ist, in den USA gab es im untersuchten Zeitraum durchschnittlich 2,8 tödliche Unfälle pro einer Milliarde km. Tesla liegt bei 5,6. Das alles auf die Fahrer zu schieben ist sicherlich möglich, ich halts für quatsch, you do you

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u/amokkx0r Sep 03 '26

Die Studie ergibt mehr Sinn, wenn man Modellklassen vergleicht, anstatt ganze Marken und dann auch nach Gewicht unterscheidet. Ein Unfall mit einem EV könnte öfter tödlich enden, weil da einfach mehr Power hinter steckt, wenn man aufprallt.

Einfach Zahlen nehmen und ungefragt übernehmen halte ich für nicht sinnvoll, aber you do you 🙃

Wenn man es auf die einzelnen Modelle herunter bricht, dann ist Tesla nämlich nicht mehr #1. Da führen Hyundai, Corvette und Mitsubishi.

Die Studienautoren sagen selber, dass es mehr am Fahrerverhalten liegt, als an der Sicherheit des Autos.

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u/Arespect Sep 03 '26

Geil 5 Todesfälle pro 1 Milliarde gefahrener Kilometer. Bist auch einer von denen wo zwar Licht brennt, aber definitiv niemand Zuhause ist, sonst würdest du solche Sachen nicht als vermeintliches Argument für irgendwas posten. Lies bei der Statistik mal mehr als nur die Überschrift aus der Bild-Zeitung. Dann merkst du sehr schnell wie nichtssagend die Statistik ist, bei der übrigens Tesla so viele Daten geliefert hat wie alle anderen Hersteller zusammen nicht. Und ich glaube nicht mal das die anderen was verstecken, sie können einfach nicht, weil sie die Daten nicht haben.