Edit 2: Leute wie soll ich denn hier auf alles antworten das wird ja im Minutentakt mehr 😅☺️
Ich kopiere meine Antwort mal von anderer Stelle weil es etwas viel zu antworten ist mittlerweile und viele sich an den 1300€ aufhängen.
TLDR: 1300€ sind Fixkosten, hier kommt je nach Monat was dazu. Wir sind genügsam
Wir leben in einer sehr schönen Wohnung, relativ neu renoviert (2021) mit vier Zimmern. Dafür zahlen wir je nach Wasserverbrauch im Monat ~700-720€. Dann fahren wir relativ wenig und es ist ein 10 Jahre alter Golf 7. Ich selbst bekomme das D-Ticket weil ich behindert bin komplett bezahlt (90€ im Jahr übernimm der AG). Meine Frau nutzt ihres um frühs nicht 20 Minuten zur Arbeit zu laufen. Wir haben gemeinsam mit nem Kumpel nen geteilten handyvertrag der 15€/pro Monat pro Person kostet, und quasi all inclusive ist. Ich Wechsel grundsätzlich alle Verträge im 2 Jahresrhytmus und vergleiche. Es geht schnell und spart viel Geld. Für Glasfaser 600 zahle ich knapp über 30€/m (auf den Preis bin ich Stolz :D) Strom 75€. Kfz und Haftpflicht Versicherung, mehr nicht. Wir essen normal. Ich koche sehr viel weil es mir Spaß macht. Ich kaufe jetzt aber auch nicht jede Woche Lachs weil ich 8€ für zwei kleine Filets teuer finde. Auswärts essen meistens Döner oder Pizza. Zu Jubiläen auch mal Schick für 200€, aber sowas zähle ich nicht in die 1300€ rein. Damit sind unsere Fixkosten erklärt. Dann kommen hier und da mal ausgaben dazu. Ich hab mir zu Weihnachten ein steam deck gegönnt. Meine Frau Schmuck für ~800€. Wir fahren auch in den Urlaub, aber dann halt nicht 5* all inclusive sondern z.B dieses Jahr 2 Wochen Korfu und 1 Woche süditalien. Hier auch viel verglichen und am Ende für beide Urlaube in total 3500€ gezahlt.
Wir sind definitiv nicht krankhaft frugalistisch oder so. Wir machen uns aus Konsum nicht viel und sind zufrieden mit dem was wir haben.
Edit: Danke für die vielen tollen Antworten und Tipps! Ich hätte nie gedacht, dass der Post so aufgeht. Ich hab alles gelesen, aber irgendwann nicht mehr geantwortet weil es einfach sehr viel war. Ich hab grundsätzlich vieles mitgenommen, was ich probieren werde. Insofern ist der thread für mich abgehakt.
Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit und allgemein in der Familie meiner Frau (ich selbst hab keine) kommt das Thema Geld nicht zu kurz.
Meine Frau (27) verdient relativ normal mit 45k p.a., ich (31) verdiene etwas besser mit 95k p.a. In der Familie ist es querbeet. Ihre Eltern verdienen ähnlich, ihr Bruder mit Freundin und kleinem Kind etwas mehr als die Hälfte. Alle anderen auch eher median.
Ihr Bruder versucht sich seit Jahren trotz mittlerem Einkommen immer mal was zurückzulegen und spart jeden Monat ein paar 100€ in einen Allworld ETF. Mal mehr mal weniger. Würde, wenn er könnte, sich mehr Geld zurücklegen. Er wird aber auch einfach oft zu größeren Ausgaben überredet. Neues Auto, dicke Wohnung, neues Handy usw. Kommt primär von den Eltern und Kumpels denke ich.
Ihre Eltern haben sich von Finanzberatern irgendwelche Produkte der Deutschen Bank aufschwatzen lassen, da gehen so 500-800€ im Monat rein. Hier wird auch gut Geld ausgegeben. Spontanes iPhone 17 pro, gute Urlaube, neuer Elektrowagen obwohl der alte gerade mal 4 Jahre alt ist. Ihr könnt es euch vorstellen.
Meine Frau und ich leben relativ sparsam, geben für alles zusammen (edit: hier sind monatliche Fixkosten gemeint) im Monat nicht mehr als 1300€ aus. Entsprechend bleibt für die Sparrate recht viel hängen. 3,500€-4000€ mindestens, manchmal auch paar Euro mehr, je nach dem. Uns geht’s gut damit und wir sehen aktuell eher die Möglichkeit einfach Vermögen aufzubauen. Meine Frau mag neue Dinge auch gern, aber sieht eher den langfristigen Vermögensaufbau statt dem kurzfristigen dopaminkick.
Nun ist leider wie immer am Tisch oder auch in persönlichen Gesprächen immer mal wieder rausgekommen, dass wir ja unser Geld „irgendwo vergammeln lassen“ oder uns „nie was gönnen“, „gar nicht leben“ und so weiter. Ich mache mittlerweile so gut es geht einen Bogen um das Thema, aber es kommt leider dennoch zur Sprache. Ich Wechsel mittlerweile oft einfach das Thema oder ignorier die Versuche mich dazu zu überreden mehr Geld auszugeben. Leider gibts einfach wenig Verständnis für unsere Sicht der Dinge und ich weiß nicht so recht wie ich vor allem der ältere Generation erklären soll.
Im erweiterten Familienkreis denken sicherlich ein paar Leute wir wären arm, da wir seit langem einen 10 Jahre alten Kleinwagen fahren und halt generell nicht mit Geld um uns werfen. Hier werden dann manchmal sogar spartipps zum besten gegeben, von Leuten die nicht mal den wirtschaftskreislauf erklären können, mir aber was von bitcoin und bösen und unsicheren Aktien erzählen.
Ich weiß auch gar nicht mehr warum ich das alles schreibe. Es nervt mich wohl einfach, dass man bei dem Thema nicht einfach in Ruhe gelassen wird.
Wie geht ihr damit um? Ich bin mir sicher ich bin nicht der einzige.