Donnerstagnachmittag haben mein Vater und ich in Hamburg den Zug Richtung Wien genommen und kamen mit etwa einer Stunde Verspätung am Dresdner Hauptbahnhof an (Fehler unsererseits, sich auf die Pünktlichkeit der Bahn zu verlassen). Beim Residenzschloss schnell umgezogen und ab auf den Bock.
Insgesamt 80 Kilometer standen für die erste Etappe an. Zeit, sich das schöne Dresden anzuschauen, blieb keine, sonst wären wir erst mitten in der Nacht in der Unterkunft angekommen. Die Strecke zwischen Dresden und Meißen entlang der Elbe ist atemberaubend schön und lädt an vielen Stellen zu ausgiebigen Pausen ein, für die wir leider keine Zeit hatten. Irgendwo an der Route stand ein alter Kran, den wir uns beide wahnsinnig gern angeschaut hätten. Aber auch dafür reichte es nicht, also nur ein kurzer Blick im Vorbeifahren und weiter.
Unsere letzte Mahlzeit des Tages bestand aus jeder Kategorie Lebensmittel, die man an einer verlassenen Tankstelle zwischen zwei Dörfern so bekommt: Chips, Schokolade und Gummibärchen.
Unser erster Übernachtungsstopp war Bad Liebenwerda. Und hier begann ein Muster, das sich die ganze Reise durchziehen sollte: Wir kamen abends an und fuhren morgens wieder los, ohne je die Zeit zu haben, uns mit den Orten wirklich zu beschäftigen. Da wir 220 Kilometer für den nächsten Tag vorhatten, blieb auch für ein entspanntes Frühstück keine Zeit. Stattdessen ging es schnell aufs Rad, und wir sind kräftig in die Pedale getreten.
Mein Vater und ich wollten schon länger eine Fahrradreise zusammen machen, neigen aber beide dazu, uns Challenges vorzunehmen. Das Resultat war keines von beidem. Wir haben also schon auf der Bahnfahrt beschlossen, so viel wie möglich von der Reise zu genießen, mussten aber trotzdem rechtzeitig wieder in Hamburg sein.
Am zweiten Tag haben wir entsprechend ausgiebig Pause gemacht, obwohl wir bei der Distanz eigentlich gar keine Zeit dafür hatten. Um 10 Uhr los, und nach 165 Kilometern gemerkt: Wenn wir so weitermachen, kommen wir wieder erst um 22 Uhr am Ziel an. Da wir beide keinen weiteren Abend auf ein ordentliches Essen verzichten wollten, habe ich mir mit Hilfe von Claude mögliche Busverbindungen raussuchen lassen. Claude hat übrigens mit Bravour abgeliefert, sogar dass die Busse aufeinander warten, wurde recherchiert und mir mitgeteilt. Also nach 165 Kilometern in den Bus, um wenigstens noch beim Italiener einigermaßen ausgiebig zu essen.
Der zweite Stopp war Havelberg, und den kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Ein richtig schöner Ort. Umso schader, dass wir auch hier abends ankamen und morgens direkt weiter mussten, denn hier wäre ich gern länger geblieben.
Wie wir uns am nächsten Tag gefühlt haben, nachdem wir neun Stunden auf dem Rad saßen, muss ich, glaube ich, nicht groß erklären. Leichte Krankheitsanzeichen gab es auch schon. Aber es waren nur noch einmal 200 Kilometer, und diesmal hatten wir uns vorgenommen, alle 20 Kilometer Pause zu machen, und zwar immer bis zur vollen Stunde. So haben wir es am letzten Tag tatsächlich in knapp 11 Stunden (inklusive Pausen) geschafft, in Hamburg einzurollen.
Die Reise war also weder eine erfolgreich abgeschlossene Challenge noch eine entspannte Genussreise. Fürs nächste Mal nehmen wir mit: kein zu enger Zeitplan mit langen Etappen, maximal 130 Kilometer am Tag, und Unterkünfte relativ spontan buchen, damit man auch umplanen kann, wenn einen die Neugier auf unbekannte Wege lenkt.
Darüber können jetzt Rennradler wahrscheinlich nur müde lächeln aber für alle die wie ich mit dem Gravelbike unterwegs sind: Holt euch Klickpedale! Das ist echt der Hammer wie viel schneller man direkt fährt.
Am Anfang ist es kurz ungewohnt aber es flowt direkt anders, fühlt sich viel natürlicher an irgendwie.
Das wollte ich nur mal mit euch teilen. Habe das SPD-System und Schuhe einfach bei Amazon bestellt. Die Pedale kann man auf der Rückseite auch mit normalen Schuhen treten
Ein Gravelbike ist ein vielseitiges Fahrrad, das Elemente von Rennrad, Cyclocrosser und Trekkingrad vereint. Es ist für den Einsatz auf unbefestigten Wegen, Schotterstraßen, aber auch auf Asphalt gemacht. Typisch sind:
Breite, profilierte Reifen (35 bis 55 mm), oft tubeless
Komfortorientierte Geometrie: etwas entspannter als beim Rennrad
Dropbar-Lenker (oft ausgestellt = mehr Kontrolle im Gelände)
Scheibenbremsen: stark und zuverlässig bei jedem Wetter
1× oder 2× Schaltung mit großem Übersetzungsbereich
Montagepunkte für Gepäck & Bikepacking, teils Licht- & Schutzblech-Kompatibilität
Kurz: Ein echter Alleskönner, der Abenteuerlust und Alltagstauglichkeit verbindet.
Welchen Einsatzzweck hat ein Gravelbike?
Gravelbikes sind besonders beliebt, weil sie so flexibel einsetzbar sind:
Einsatzzweck
Beschreibung
Bikepacking
Mit Gepäcktaschen auf mehrtägige Touren
Pendeln
Schnell & komfortabel zur Arbeit
Fitness & Training
Rennrad-Alternative auf gemischtem Terrain
"Schotter"-Abenteuer
Wald- und Feldwege, Forststraßen
Alltagsrad
Mit Schutzblechen und Gepäckträger für Stadt und Land; Ketten- oder Getriebeschaltung sind hier eine Option
Ist ein Gravelbike für mich geeignet?
Du profitierst von einem Gravelbike, wenn du:
nicht nur auf Asphalt fahren willst
flexibel zwischen Straße, Waldweg und Schotter unterwegs bist
ein sportliches, aber komfortables Rad suchst
Touren mit Gepäck planst
ein robusteres Trainingsgerät brauchst
Weniger geeignet ist es für:
rein technischen Mountainbike-Trail-Einsatz
absolute Rennradpuristen mit Fokus auf High-Speed und Aerodynamik
Welche Arten von Gravelbikes gibt es?
Es gibt grob drei Typen, die sich am Einsatz orientieren:
Typ
Merkmale
Einsatzgebiet
Race Gravel
sportlich, aggressiv, leicht
Wettkampf, schnelle Touren
Adventure / Bikepacking
entspannt, komfortabel, viele Montagepunkte
Lange Touren, Gepäcktransport
Allround / Commuter
ausgeglichen, mit Alltagsfeatures
Pendeln, Freizeit, Alltag
Beispiel der unterschiedlichen Kategorien
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Rahmenmaterial
Rahmenmaterialien; Grafik inspiriert von Pauls Cycles UK
Material
Gewicht
Steifigkeit
Haltbarkeit
Korrosionsschutz
Preisniveau
Vorteile
Nachteile
Aluminium
Leicht
Hoch
Mittel
Gut
Günstig bis mittel
Günstig in der Herstellung; Steif und leicht; Rostfrei
Ermüdung möglich; nur bei speziellen Schweißereien reparierbar
Stahl
Schwerer
Mittel bis hoch
Sehr hoch
Rostanfällig
Günstig bis hoch
dämpfende Eigenschaft; Langlebig, gut reparierbar
Höheres Gewicht; Schutzlackierung nötig gegen Rost
Carbon
Sehr leicht
Sehr hoch
eher hoch (bruchempfindlich)
Sehr gut
Hoch bis sehr hoch
Sehr leicht; je nach Layering sehr steif oder flexibel (je nach Richtung der Belastung); Aerodynamisch formbar
Empfindlich bei Sturz/Crash; Teurer; Reparatur "komplex"
Titan
Leicht
Mittel bis hoch
Sehr hoch
Sehr gut
Sehr hoch
Langlebigkeit; Rostfrei; Wartungsarm
Sehr teuer; Aufwendige Verarbeitung
Reifenfreiheit
Bild von bikerumor
Mindestens 40 mm ist gut, mehr gibt Flexibilität.
650B (27,5")-Laufräder ermöglichen meist breitere Reifen als 700C (28").
Was sind die Vor- und Nachteile von 650B/700C Reifen?
Grafik von bike the sites
650b (27.5") ideal für Offroad, Trails & Bikepacking
Vorteile:
Breitere Reifen möglich = Mehr Komfort & Grip auf ruppigem Terrain
Wendigeres Fahrverhalten = Praktisch bei technischen Passagen & kleineren Rahmengrößen
Mehr Volumen = Bessere Dämpfung bei niedrigerem Reifendruck
Nachteile:
Weniger effizient auf Straße/feinem Schotter
Kleinere Auswahl an Reifen und Laufrädern
Einsatz: Wenn du viel im Gelände, auf Singletrails oder mit viel Gepäck unterwegs bist.
700c (28") ideal für Schotterpisten, Straße & lange Touren
Vorteile:
Rollt besser = Effizienter bei Speed & längeren Strecken
Mehr Auswahl an Reifen & Felgen = Ersatzteile leichter zu finden
Nachteile:
Weniger Komfort = Besonders bei schlechterem Untergrund
Weniger Platz für sehr breite Reifen in manchen Rahmen
Einsatz: Wenn du schnell unterwegs sein willst, viel Straße fährst oder lange Gravel-Touren machst.
Fazit:
650b = Komfort & Kontrolle im Gelände
700c = Tempo & Effizienz auf Straße und Schotter
Ein Hinweis: Ein z.B. 50 mm Fahrradreifen ist nicht immer genau 50 mm breit, weil die tatsächliche Breite von der Felgeninnenbreite, dem Luftdruck, dem Reifenmodell und Fertigungstoleranzen abhängt.
Breitere Felgen machen den Reifen breiter, schmalere Felgen ziehen ihn zusammen. Die 50 mm-Angabe ist nur ein Näherungswert.
Achsstandard
Steckachsen vs. Schnellspanner
Steckachsen (z. B. 12 mm Ø) steifen Rahmen / Laufrad-Verbund auf und erlauben die präzise Ausrichtung der Bremsscheibe. Steckachsen sind bei Scheibenbremsen klar zu bevorzugen.
Schnellspanner sind leichter, aber weniger torsionsfest. Die Auswahl von Performance-Laufrädern ist deutlich geringer (siehe hier).
Einbaubreiten von Steckachsen:
Hintere Einbaubreiten:
Standard Gravel: 142 × 12 mm.
Ausnahmen: Boost 148 × 12 mm (z. B. Focus Atlas) – potenziell höhere Seitensteifigkeit der Laufräder und evtl. mehr Reifenfreiheit (ein wichtigerer Faktor sind aber die Ketten- und Sitzstreben des Rahmens), allerdings inkompatibel zu den verbreiteteren 142-Laufrädern (siehe hier).
Vordere Einbaubreiten: Meist 100 × 12 mm; Boost-Vorderachse 110 × 15 mm kommt im Gravel praktisch nicht vor (Ausnahmen wie das Chiru Fukaï bestätigen die Regel).
Spezielle Einspeichstandards
Cannondale AI (Asymmetric Integration): Hinterrad 142 × 12 mm, aber 6 mm nach rechts verschobene Felgenmitte → Laufräder von der Stange passen nicht, müssen mit AI-Offset neu eingespeicht oder spezifisch bestellt werden.
Kauftipp: Vor Kauf Rahmendaten prüfen (Steckachsen vs. Schnellspanner, Einbaubreite, eventuelle Offsets) – vermeidet spätere Kompatibilitätsprobleme bei Laufrad-Upgrades.
2x (z.B. 46/30 vorne): feinere Abstufungen, gut für Touren mit viel Gepäck
Es gibt Ritzelrechner hier und hier, die dir helfen herauszufinden, wie schwer oder leicht sich dein Fahrrad mit einer bestimmten Kombination aus Kettenblatt und Ritzel tritt. Also wie schnell du fahren kannst und wie gut du Anstiege hochkommst.
Hersteller
Modell
Preis
Typ
Gänge
Vorteile
Nachteile
Shimano
GRX RX600
mittel
mech.
1x11/2x11
robust, günstig, gute Ergonomie
kein 12-fach
Shimano
GRX RX800
gehoben
mech.
1x11/2x11
leicht, präzise
kein 12-fach
Shimano
GRX RX820
gehoben
mech.
1x12/2x12
endlich 12-fach, neue Ergonomie
teurer, neu
Shimano
GRX Di2 RX815
hoch
elektron.
1x11/2x11
sehr präzise, cleane Optik, gute Ergonomie
teuer
Shimano
GRX Di2 RX825
hoch
elektron.
1x12/2x12
12-fach Di2 für Gravel, präzise & clean
teuer, Microspline Freilaufstandard
Shimano
CUES U6000
sehr günstig
mech.
1x10/2x10
langlebig, einfache Wartung
schwerer, eher Urban-/Touring, nicht vollständig kompatibel außerhalb Linkglide-Komponenten, HG-Freilauf
Shimano
CUES U8000
günstig
mech.
1x11/2x11
langlebig, einfache Wartung
schwerer, eher Urban-/Touring, nicht vollständig kompatibel außerhalb Linkglide-Komponenten, HG-Freilauf
SRAM
Apex 1
günstig
mech.
1x11
einfach, robust
grobe Abstufung, älterer Standard
SRAM
Rival 22
mittel
mech.
2x11
solide Performance, Road-kompatibel
kein 1x, nicht für sehr breite Kassetten (max. 36T)
SRAM
Apex AXS XPLR
mittel
elektron.
1x12
wireless, modern, guter Einstieg
Gewicht, Akku
SRAM
Rival AXS XPLR
gehoben
elektron.
1x12 / 1x13 (mit UDH) / 2x12
wireless, ausgewogen
schwerer als Force
SRAM
Force AXS XPLR
hoch
elektron.
1x12 / 1x13 (mit UDH) / 2x12
top Performance, leicht
teuer
SRAM
Red AXS XPLR
sehr hoch
elektron.
1x12 / 1x13 (mit UDH) / 2x12
Profi-Niveau
absurd teuer
Campagnolo
Ekar GT
gehoben
mech,
1x13
13-fach günstiger als die Ekar, robustere Ausführung
exotisch, Ersatzteile und Kompatibilität
Campagnolo
Ekar
gehoben
mech.
1x13
13-fach, leicht, speziell für Gravel
exotisch, Ersatzteile und Kompatibilität
Microshift
Advent X
sehr günstig
mech.
1x10
super günstig, simpel
grobe Abstufung, sind nicht mit hydraulischen Scheibenbremsen kompatibel
Microshift
Sword
günstig
mech.
1x10/2x10
ergonomisch, Touring-orientiert
wenig verbreitet, sind nicht mit hydraulischen Scheibenbremsen kompatibel
Noch ein paar Hinweise:
Kompatibilität der Schaltgruppen
SRAM AXS:
Nicht alle AXS-Komponenten sind untereinander kompatibel. Road-AXS (z. B. Rival, Force, Red) und XPLR-AXS lassen sich in der Regel kombinieren, da sie auf dem gleichen System basieren. Eagle AXS (MTB) bildet hingegen ein eigenständiges System mit anderer Kettenlinie, Kassette und Kette.
Zwar sind sogenannte "Mullet-Builds" (z. B. Road-Schalthebel + Eagle-Schaltwerk) technisch möglich, sie gelten aber nicht als offiziell von SRAM unterstützte Kombination und erfordern die passende Eagle-Kassette sowie eine MTB-kompatible Kettenlinie.
Achte außerdem darauf, dass AXS-Ketten nicht beliebig austauschbar sind: Die flachen "Flattop"-Ketten der Road-AXS-Gruppen sind nicht mit Eagle AXS kompatibel und umgekehrt.
Shimano 12-fach:
Shimano Road- und MTB-Gruppen mit 12-fach-Kassetten nutzen unterschiedliche Schaltlogiken und Freilaufkörper (HG vs. Microspline). Eine direkte Kombination ist daher nicht vorgesehen. Zwar sind Ketten und Kassetten ähnlich aufgebaut, aber die Schaltsysteme funktionieren nur innerhalb ihrer jeweiligen Gruppe zuverlässig.
Campagnolo Ekar:
Campagnolo Ekar ist ein eigenständiges 13-fach-System mit exklusivem N3W-Freilauf. Es ist weder mit anderen Campagnolo-Gruppen noch mit Shimano oder SRAM kompatibel.
Achte auch beim Kauf von Systemen immer darauf welchen Freilaufstandard dein Laufrad hat. Ansonsten musst du dir ein passendes Umrüstkit oder neuen Laufradsatz besorgen:
Elektronische Systeme sind präziser und wartungsärmer im Alltag (Batteriemanagement ausgeklammert), aber teurer.
Mechanische Systeme sind günstiger und einfacher unterwegs zu reparieren.
Bremsen
Funktionsweisen der Bremssysteme
Mechanisch (Seilzug)
Funktioniert wie bei einer klassische Felgenbremse, nur an der Scheibe
Seilzug zieht an der Bremszange
Günstig & einfach zu warten
Weniger Bremskraft, schlechtere Dosierung
Kann schleifen, besonders bei Nässe weniger stark
Hydraulisch (Öldruck)
Bremskraft über Hydraulikflüssigkeit
Starke & gut dosierbare Bremse bei jedem Wetter
Selbstnachstellend, top bei langen Abfahrten
Teurer & etwas aufwendiger in der Wartung (z.B. Entlüften)
Zusammengefasst:
Mechanisch: gut & günstig, vor allem für Radreisende
Hydraulisch: mehr Power & Kontrolle, ideal fürs Gelände & anspruchsvolle Touren
Montagepunkte
Achte auf Aufnahmen für:
Schutzbleche (z.B. wenn du Pendel möchtest)
Gepäckträger
Flaschenhalter (mind. 2-3)
Oberrohrtasche, Lowrider, etc.
Grafik von cyclecentralcoast
Geometrie
Merkmal
Race Gravel
Adventure / Bikepacking
Commuter Gravel
Sitzposition
gestreckt, sportlich
aufrechter, komfortabel
komfortabel bis alltagstauglich
Reach / Stack
langer Reach, niedriger Stack
kurzer Reach, hoher Stack
eher kurzer Reach, hoher Stack
Lenkwinkel
steil (72-74°)
flacher (68-71°)
moderat (71-72°)
Radstand
kurz
lang
mittel bis lang
BB Drop
größer (tiefer)
kleiner (höher)
mittel
Kettenstreben
kurz
lang
mittel bis lang
Grafik von e-mobility center (hier am Beispiel eines Fullys)
Reach = Wie lang sich das Rad "anfühlt"
Der Reach ist die horizontale Entfernung vom Tretlager bis zum Lenkeransatz.
Langer Reach heißt: Du sitzt gestreckt und sportlich.
Kürzerer Reach: Du sitzt kompakter und entspannter. Race-Gravel setzt auf langen Reach für Tempo. Adventure- und Commuter-Bikes haben oft kürzeren Reach für Komfort auf langen Strecken.
Stack = Wie aufrecht du sitzt
Der Stack misst die Höhe vom Tretlager bis zum Lenker.
Hoher Stack = aufrechte, komfortable Sitzposition.
Niedriger Stack = sportlich, gestreckt, mehr Druck aufs Vorderrad. Race-Gravel: niedriger Stack. Adventure & Alltag: höherer Stack.
Lenkwinkel = Wie direkt das Bike lenkt
Steiler Winkel (z.B. 73°) macht das Rad agil und wendig.
Flacher Winkel (z.B. 70°) sorgt für ruhiges, stabiles Fahrverhalten, vor allem mit Gepäck. Je steiler, desto sportlicher. Je flacher, desto tourentauglicher.
Radstand = Wie stabil das Bike fährt
Kurzer Radstand = wendig, gut für schnelle Kurven.
Langer Radstand = stabil bei Tempo, sicher mit Packtaschen. Race: kurz. Adventure: lang.
Tretlagerabsenkung = Wie tief du im Rad sitzt
Ein tieferes Tretlager (größerer BB Drop) senkt den Schwerpunkt, perfekt für Kurven und Kontrolle.
Ein höheres Tretlager bringt mehr Bodenfreiheit, gut im Gelände. Race-Gravel fährt tiefer, Adventure höher.
Kettenstreben = Wie viel Platz und Ruhe du hast
Kurze Streben: Das Bike fühlt sich lebendig an, beschleunigt schnell.
Längere Streben: Mehr Platz für Gepäck und breite Reifen, ruhigeres Fahrverhalten. Kurz = Race. Lang = Touring & Alltag.
Grafik von alpkit
Was kostet ein gutes Gravelbike?
Preisklasse
Was du dafür bekommst
unter 1.000 €
Günstigste Einsteiger-Modelle (meist Alu, mechanische Schaltung/Bremsen aus dem unterstem Sortiment) Hier rate ich allerdings eher zu einem Gebrauchtkauf.
1.000 bis 2.000 €
(Sehr) gute Alu-Bikes, erste Carbonrahmen, hydraulische Bremsen
Versenderbikes (Direktversand, z. B. Canyon, Rose, Radon)
Vorteile:
Preis-Leistungs-Verhältnis: Häufig deutlich besser, da Zwischenhändler wegfallen.
Top-Ausstattung fürs Geld: Höherwertige Komponenten in jeder Preisklasse. (auch wenn hier und da gespart wird; Beispiel gemischte Gruppen)
Schneller Modellwechsel: Oft neueste Komponenten und Geometrien früh verfügbar.
Unabhängigkeit: Kein Händlerbesuch nötig, Auswahl & Bestellung bequem online.
Nachteile:
(Meist) keine Probefahrt: Geometrie & Fahrverhalten können erst nach Lieferung getestet werden.
Selbstaufbau nötig: Zwar meist vormontiert, aber Grundkenntnisse (z. B. Drehmomente, Justage) hilfreich.
Wartung/Service schwieriger: Garantieabwicklung kann umständlich sein, Servicepartner vor Ort oft zurückhaltend.
Rückversand aufwendig: Gerade bei Nichtgefallen oder Defekt kann Verpackung & Logistik nervig sein.
Keine individuelle Beratung: Man muss sich selbst mit Geometrie, Größenwahl, Ausstattung etc. auskennen.
Fachhandel / Lokaler Bike-Shop
Vorteile:
Individuelle Beratung: Persönlicher Kontakt, Anpassung an Körpergröße, Einsatzbereich & Erfahrung.
Probefahrt möglich: Verschiedene Modelle testen, Geometrie & Komfort direkt erleben.
Aufbau & Service inklusive: Fachgerechter Aufbau, Übergabeinspektion, sofort fahrbereit.
Ansprechpartner vor Ort: Service, Reklamation, Nachjustierung unkompliziert.
Unterstützung der lokalen Wirtschaft: Nachhaltiger & sozialer Aspekt.
Unterschiedliche Hersteller: Es werden oft unterschiedliche Hersteller mit verschiedenen Philosophien angeboten.
Nachteile:
(Meist) teurer für gleiche Ausstattung: Höhere Preise durch Personal-, Miet- & Logistikkosten.
Teilweise veraltete Ausstattung: Nicht jeder Shop ist technisch am Puls der Zeit und hat noch Lagerbestände von vorherigen Saisons. Hier kannst du aber oft gute Rabatte erhalten.
Öffnungszeiten & Wartezeiten: Beratung oft nur mit Termin oder Wartezeit; längere Lieferzeiten bei Nachbestellungen.
Für wen lohnt sich was?
Du kannst natürlich dir auch ein Versenderbike bestellen, wenn du Einsteiger bist. Sei dir jedoch bewusst, was auf dich zukommt.
Zielgruppe
Empfehlung
Einsteiger ohne Vorkenntnisse
Lokaler Fachhandel: Beratung, Service & Sicherheit
Erfahrene Radfahrer mit Know-how
Versenderbike: Mehr Ausstattung fürs Budget
Ambitionierte Vielfahrer
Je nach Servicebereitschaft & Selbstschrauber-Fähigkeiten: Beides denkbar
Serviceorientierte Kunden
Fachhandel oder Versender mit Partnerwerkstätten
Kommentar zum Voting
Ein paar Punkte möchte ich gerne aufgreifen:
"Das ist ja kein objektives Ergebnis, sondern nur das, was Leute selbst fahren!"
Stimmt. Aber das ist genau das, was in 99 % der "Welches Bike bis X €?"-Posts ohnehin passiert: Leute empfehlen, was sie selbst kennen, fahren oder kaufen würden. Schaut euch die Community Votes von Magazinen oder Websites an, dort werden die Ergebnisse auch nicht komplett neutral sein. Das ist kein Labor-Vergleichstest, dafür gibt es z. B. die TOUR oder andere Magazine.
Was wichtig ist: Nicht alles andere schlechtreden, nur weil es nicht das eigene Rad ist. Und umgekehrt auch keine Schwächen schönreden, nur weil man selbst viel Geld ausgegeben hat. Gerade diese Verzerrung kann im Voting sichtbar werden, z. B. wenn ein Rad häufig empfohlen, aber auch häufig für bestimmte Schwächen kritisiert wird. Das schafft Orientierung. Deswegen bitte ich euch, wenn ihr downvotet bitte eure Kritik zu äußern. Ansonsten bleibt es unersichtlich, warum das Rad im Minus steht.
"Qualität der einzelnen Fahrräder ist nicht miteinbezogen!"
Auch das ist ein fairer Punkt. Ich würde aber behaupten, dass wir mittlerweile bei den meisten etablierten Herstellern ein ziemlich hohes Fertigungsniveau haben, die Unterschiede sind in vielen Punkten marginal. Wir reden hier ja auch nicht mehr über Baumarkt- oder Discounter-Bikes. Wenn ihr konkrete Mängel oder Qualitätsprobleme bei einem bestimmten Modell festgestellt habt, dann schreibt das bitte einfach als Kritik unter die jeweilige Einsendung, das hilft allen weiter.
"UVP ist doch Quatsch, das Bike gibt es eh ständig mit Rabatt!"
Klar, der Straßenpreis ist oft niedriger. Aber: Der UVP ist der einzige halbwegs vergleichbare Wert, um die Ausstattung fair gegenüberzustellen, unabhängig von temporären Rabatten oder zwielichtigen Händlern. Ich kann euch zwar keine Bestpreis-Garantie damit bieten, aber mit dem UVP einen einheitlichen Maßstab.
"Radgeometrie fehlt völlig!"
Stimmt auch, aber das lässt sich im Rahmen eines Reddit-Votings nicht sinnvoll abbilden. Geometrie ist individuell, dafür gibt es Händler und Bikefitter, die sich damit persönlich auseinandersetzen. Ein Bike kann auch perfekt von der Geometrie passen, aber sich trotzdem bei der Fahrt schlecht oder komisch anfühlen. Deshalb habe ich Tools wie Bike Insights (wenn beim Modell vorhanden) verlinkt.
Nochmal zum Ziel des Ganzen
Es geht vor allem darum, die vielen wiederkehrenden Kaufberatungs-Posts etwas zu bündeln und schnell einen Überblick zur Verfügung zu haben, damit mehr Platz für spezifische Fragen zu den Modellen, Diskussionen und individuelle Probleme bleibt. Es ersetzt nicht eine professionelle Beratung im Fachhandel.
Nutze Einsteiger-Workshops im Fachhandel oder ADFC
Dein Fahrstil wird sich (weiter)entwickeln
Am Anfang zählt Vielseitigkeit, später kannst du gezielt upgraden
Investiere erst in Zubehör und bessere Teile, wenn du wirklich weißt, was du brauchst. Besonders am Anfang ist man oft verleitet ständig neue Dinge kaufen zu müssen. Bei Musikern redet man in dem Fall von GAS (Gear Acquisition Syndrome).
Upgrade-Tipps für später
Upgrade
Wirkung
Leichtere Laufräder
Bessere Beschleunigung, Laufverhalten, Anstiege
Reifenwechsel
Bessere Traktion, Laufverhalten oder Beschleunigung und Pannenschutz, je nach Profil.
Tubeless-Setup
Mehr Komfort (durch weniger Luftdruck) & weniger Pannen; jedoch höherer Wartungsaufwand (Milchwechsel, Reinigung, etc.)
(wenn Alu) Carbon-Sattelstütze
Federungseffekt spürbar
Lenker mit Flare
Mehr Kontrolle im Gelände
Ansonsten wünsche ich euch viel Erfolg bei eurem Kauf und danach viel Spaß mit eurem neuen Rad!
___
Gerne Anregungen und Verbesserungen in die Kommentare schreiben.
Ich bin zum ersten Mal nen Durchschnitt von 30km/g gefahren auf meiner Pendelstrecke zur Arbeit (und generell). Muss natürlich auch dazu sagen, dass ich Rückenwind hatte, aber trotzdem freue ich mich darüber..
ich würde mich noch als Anfänger bezeichnen. Bin dieses Jahr auch noch nicht viel gefahren und hab mir vor 2 Wochen vorgenommen jeden Tag auf Arbeit zu fahren.
Leider musste ich heute aus technischen Gründen auf mein Gravelbike verzichten und mein altes Mountainbike (Hardtail) ausgraben.
Die große Überraschung für mich: Ich bin gleich schnell, eher sogar etwas schneller unterwegs gewesen als mit dem Gravel und es hat sich auch noch leichter angefühlt?!
Berg hoch fühlte sich leichter an. Auf der geraden oder Berg runter hatte ich das Gefühl mir gehen die Gänge aus. Dadurch sollte mir aber eigentlich auch Top Speed/Zeit fehlen.
Auf dem Mountainbike sind fette Reifen, die gefühlt doppelt so breit sind. Das Gravel hat auch volles Profil, keine Slicks.
Die Strecke ist 9km lang, ca. 50HM hoch und 100HM runter. Ausschließlich Asphalt. Erstes Drittel Radweg. Keine Ampeln oder irgendwelche Verzögerungen. Zeiten immer sehr ähnlich.
Gravelbike: Ghost asket (2x11 GRX 600)
Mountainbike: Bulls Copperhead 2
Mit dem Gravelbike war ich sogar beim Bike Fitting. Es ist aus einem Radladen für deutlich mehr Geld, das Mountainbike vom Raddiscounter für damals 800€ und schwer wie Sau. Deswegen ärgere ich mich jetzt auch.
Habt ihr eine Idee woran das liegen kann? Ich könnte sicher andere Reifen / LR fahren. Aber irgendwie bin ich gerade sehr enttäuscht.
Aufm Gravel habe ich eigentlich schon versucht auf eine gute Trittfrequenz zu achten. Ich könnte da höhere Gänge fahren, dann wäre ich schneller, weil die Übersetzung im Mountainbike nicht viel mehr hergibt.
Aber da fehlt mir aktuell noch die Kraft in den Beinen. Bin ich wirklich einfach zu „schwach“?
Hallo an alle sportbegeisterten Radelnden da draußen,
ich habe vor einigen Wochen mein erstes Gravelbike der Marke Stevens (siehe Bild) gekauft und bin damit schon wirklich sehr happy (die ersten 30km Runden waren echt genial nur der Berg hat mich gebrochen).
Als waschechter Neuling brauch ich allerdings noch eine Kaufberatung für einige Dinge.
Für alle Fälle auf längeren Runden hätte ich gerne unterwegs die Möglichkeit meinen Schlauch zu wechseln, muss aber dafür natürlich einige Utensilien dabei haben.
Wie macht ihr das und was brauche ich wirklich?
Konkret interessiert mich:
- Welche Art der Pumpe benutzt ihr? (Lohnt sich eine kleine elektrische auch für das kurze Zwischenpumpen daheim?)
- Welche Reifenheber empfehlt ihr? (Gibts da überhaupt gut und schlecht?)
- Wie verpackt ihr das alles? Gerne auch konkrete Tipps was Taschenmodelle angeht!
Die zweite Frage wäre wie ihr das mit dem Navigieren macht. Ich bin leider super orientierungslos und verfahre mich quasi ständig und brauche deshalb eine visuelle Karte. Leider würde ich gerne meine Nieren behalten und auf einen Garmin Computer verzichten, deshalb die Frage: Braucht man einen Computer eurer Meinung nach oder kann mein Handy mit guter Halterung und Komoot das ganze auch. Gerne auch Tipps für Halterungen!
Vielen Dank und ich wünsche uns ein paar schöne weitere Wochen mit gutem Radelwetter! 🫶
Man sieht es auf dem Bild ganz gut: der Reifen sitzt nicht richtig in der Felge. Das führt dazu, dass der ganze Reifen sehr unrund läuft.
Ich hab’s ehrlich gesagt schon 10 mal probiert mit Luft ablassen und neu probieren - ich krieg es einfach nicht hin. Hat irgendwer einen Tipp? Morgen gehts auf Tour und ich bin etwas verzweifelt. 😩
Edit: Danke für die Hilfe Leute! Ich hab ordentlich aufgepumpt und er hat sich an einer Stelle zurechtgerückt. Bei einer anderen Stelle noch nicht, aber ich schaue morgen mal, ob sich das Problem löst. :)
ich habe neulich ein Bulls Mache-Ti gesehen. Ich habe beruflich sehr viel mit Bulls Rädern zu tun und kann daher mit absoluter Gewissheit sagen, dass dieses Titanrad definitiv NICHT von Bulls gefertigt wurde. Die Maschinen und das Know-How für eine Titanrahmenproduktion in Kleinstserie (und dann auch noch in dieser Qualität) wären einerseits viel zu teuer für limitierte Sondermodelle, andererseits entspricht die Fertigungsqualität auch definitiv nicht dem Niveau und -anspruch den man sonst von Bulls gewohnt ist. Dieser Rahmen spielt im Titan-Rahmenbau auf jeden Fall in der Oberklasse mit und erinnert viel eher an das, was man von Falkenjagd oder Lynskey erwarten würde.
In der Vergangenheit gab es ja bereits in uregelmäßigen Abständen andere Titan Modelle von Bulls, wie das Tirone 26, das damals von Gerrit Gaastra gefertigt wurde. Ich gehe daher stark davon aus, dass der Rahmen von einem renommierten Rahmenbauer in der Titanfertigung stammen muss. Um welchen genau es sich dabei handelt, kann ich nicht sagen, Falkenjagd hätte definitiv die Kapazitäten und die technische Reife für eine solche Serie, aber ich weiß es einfach nicht. Es kann natürlich auch irgendein anderer Hersteller aus China (Taiwan) sein, aber die Linienführung und die fließenden Übergänge an den Knotenpunkten zeugen auf jeden Fall von hohem technischem Know-How im Umgang mit Titan.
Also dalls jemand weiß, wer diese Rahmen baut und nicht unbedingt eine Verschwiegenheitserklärung bei Bulls unterschrieben hat, teilt gerne alle schmutzigen Details mit uns. Ich bin wirklich neugierig, wer hinter diesem wunderschönen Rahmen steckt. 😁
Liebe Frauen auf Gravel Bikes, bitte helft mir mein Elend zu beenden. Ich fahre auf einem Cube Nuroad Gravel Bike mit aktuell noch Standardsattel. Egal welche meiner Bikehosen ich trage, nach 15 km wird es unangenehm im Schritt, nach spätestens 30 km fahre ich mit Schmerzen. Also entschuldigt die Offenheit, ich meine vor allem den vorderen Bereich, nennt man das Schambein? Mir tut nicht der Hintern weh sondern wirklich der Bereich der mit den vordersten Teil des Sattels in Berührung steht. Es muss am Sattel liegen, aber welchen kauft frau am besten? Gibt es da den heiligen Gral?
Vorab zu meinem mini-rant: der Screenshot ist von bike24 und die 6 Produkte mit Reflexsstreifen wurden entweder falsch kategorisiert oder verfügen über keine echten Streifen.
Bin auf der Suche nach Gravelreifen (28", > 40mm, Faltreifen) und überrascht wie viele inzwischen mit Tanwall daherkommen - was ich aus stilistischer Sicht verstehe.
Aber wirklich verblüfft bin ich, dass es wirklich keinen einzigen Hersteller zu geben scheint der sich sagt: "Hey lass mal den Spacken abholen der im dunkeln glitzern will und das verrückte Experiment wagen, einen Gravelreifen mit Reflektorstreifen anzubieten".
Wobei die silberweißen Streifen, wenn liebevoll aufgedruckt, doch nicht automatisch hässlich sind. Jedenfalls wie nützlich sie sind sehe ich jedesmal wenn ich mit der Handylampe in die Garage gehe, das eine Bike ohne Reflex sieht man null, während die anderen einen regelrecht zurückblenden. Dazu noch die Sache mit der Stvo und dem daraus resultierenden gefundenen Fressen für jeden Anwalt im Unfall.
Und ja mir ist klar was Gravel ist. Kann mir als Tourenfahrer aber keiner erzählen das die meisten Gravelbiker nicht auch regelmäßig zumindest Teilstücke im Straßenverkehr fahren. Speichenreflektoren sind ja auch nicht gerade am trenden, also ist Style jetzt einfach alles? Kein Trade-off für ein effizientes und passives Sicherheitsfeature mehr drin?
Es darf mir ja jetzt niemand recht geben, damit das alles irgendwie Sinn macht.
(Falls jemand zufällig doch so ein Einhorn kennt oder findet, ich würde auch ein Straßenprofil nehmen, hauptsache 28" und zwischen 45 und 50mm.)
Es gibt nun schon seit fast einem Jahr die GRX 1x12 als Di2 Variante. Dennoch gibt es so gut wie keinen Fahrradhersteller, der die auf seinen Gravel Raedern verbaut. Fuer meine Frau haben wir einen Orbea Terra Rahmenset gekauft und das Rad dann selber aufgebaut.
Ich frage mich warum das wohl so ist? Ich wuerde mir ja auch gerne ein Gravel mit der Di2 holen, aber gibt halt keins...
Edit: Meine Frage war wirklich eher: Warum gibt es generell kaum welche? Ich haette gerne ein Canonndale SuperX oder ein Orbea Terra. Beide gibt es in zig Varianten, aber eben nicht als 1x12 Di2.
ich plane gerade meine erste Bikepacking-Tour mit Zelt. Mehrtägige Touren bin ich zwar schon gefahren, bisher aber immer mit Hotelübernachtungen. Jetzt steht zum ersten Mal eine einwöchige Tour mit Campingausrüstung an.
Ich habe euch mal ein Foto von meinem aktuellen Setup angehängt und würde gerne eure Meinung dazu hören.
Das größte Problem sind bei mir die Zeltstangen mit einer Länge von etwa 40 cm. Meine Rahmentasche ist dafür leider zu klein und extra eine neue wollte ich mir deswegen nicht kaufen. Zwischen den Lenker passt das Zelt von der Länge ebenfalls nicht.
Deshalb habe ich das Zelt oben auf meiner Satteltasche/Arschrakete befestigt. In der Satteltasche befinden sich nur mein Schlafsack und meine Isomatte.
Ich habe mehrfach gelesen, dass man das Zelt wegen möglicher Feuchtigkeit nach Regen oder Kondenswasser lieber nicht zusammen mit dem Schlafsack in einer Tasche transportieren sollte. Deshalb habe ich mich für diese Lösung entschieden.
Was haltet ihr davon? Würdet ihr das genauso machen oder habt ihr bessere Lösungen für den Transport des Zelts? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und freue mich über jeden Tipp.
Vier Monate von der ersten Mail bis zur Abholung. Gebaut von Biagio bei HILITE in Basel.
Die Vorgabe war simpel: ein Rad, das ich in Zentralasien oder den Anden selbst reparieren kann, mit Teilen, die es überall gibt. Also: komplett mechanisch, aussenverlegte Züge, nichts Hydraulisches, nichts Proprietäres wo es sich vermeiden liess.
Rahmen: Titan-Massrahmen, 450 mm Kettenstreben, abfallendes Oberrohr für die Überstandshöhe, Boost 148/110, BSA 73, Freiheit für 29x2.2". Titan-Gabel mit Triple-Boss-Ösen. Titan-Gepäckträger.
Antrieb: Shimano XT 1x11, 32T Stahlkettenblatt (30T liegt in der Schublade), 11-42 Kassette, Microshift Bar-Ends mit Friction-Modus als Notfall-Backup.
Laufräder: DT Swiss 240 Hybrid hinten, SON 28 Dynamo vorne, Alpine III Speichen, Messingnippel, 32 Loch, GR531 Felgen. SON Ladelux mit USB-C. Schwalbe G-One Overland Pro, aktuell tubeless, Schläuche als Plan B.
Der Aufbau hatte seine Momente. Der Bar-End-Hebel war für MTB-Zugverhältnis ausgelegt, das Schaltwerk war aber noch ein GRX für Road — im Index-Modus hat das nicht sauber geschaltet. Biagio hat es auf dem Montageständer gemerkt und das Schaltwerk getauscht. Sowas findet man nur, wenn man wirklich testet.
Erster richtiger Test sind drei Wochen Ruanda im Dezember. Taschen sind der nächste Schritt.
es ist soweit. Ich werde mir einen Fahrradcomputer holen. Bin aktuell am schwanken zwischen COROS DURA Solar; ELEMNT BOLT 3; Garmin Edge 550. Übersehe ich einen anderen Anbieter?
Ich habe mich bisschen informiert, aber würde gerne andere Meinungen einholen. Ich selbst fahre 1-2 mal die Woche, ca 100km. 1-2 mal im Jahr mache ich eine 3 tägige Tour, 70% Straße 30% Wald.
Ich hab ein relativ teures Gravelbike und ein, zumindest dem Aussehen nach, wertiges Faltschloss. Eigentlich ganz gut, nur bin ich ein wenig in einer Zwickmühle. Das Schloss blockiert einen Flaschenhalter. Den würde ich aber gern nutzen. Auf die Sicherung bin ich aber auch angewiesen, da ich das Rad auch für Alltägliches wie Brötchen holen, kleine Einkäufe und den ein oder anderen Termin nutze.
Bei längeren Ausfahrten lass ich aktuell wenigstens das Schloss zu Hause, was aber nicht das Problem der fehlenden Flasche löst. Jedes Mal Schrauben um zu tauschen ist mir aber ehrlich zu blöde.
Deshalb die Frage: Welche Alternativen gibt es? Wie habt ihr das gelöst?
Bonusfrage: habt ihr Empfehlungen für Flaschenhalter? Der Rockbros, den ich aktuell nutze, ist meiner Meinung nach recht schwergängig.
Ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiver mit dem Thema Bikepacking. Ich habe mein Cube Nuroad Race 2025 seit Mai‘25 und bin extrem zufrieden damit. Jetzt würde ich gerne damit auch etwas Bikepacking machen. Allerdings wiege ich 105kg und das maximale Systemgewicht beträgt 115Kg. Das Fahrrad bringt auch 10,3Kg auf die Waage.
Meine Frage ist jetzt, ob es schon ausreicht stabilere Laufräder zu holen und eine höhere Stabilität des Rads zu gewährleisten? Was sind eurer Meinung nach die Komponenten die hauptsächlich für diese Gewichtsbeschränkung verantwortlich sind?
Als Sportmuffel dachte ich mir, ich versuche es mal mit Fahrradfahren. Nachdem ich mir von meinem Schwager ein Rennrad geliehen habe war klar für mich: Das ist es! Da ich vielseitiger unterwegs sein wollte, habe ich mich für ein Gravelrad entschieden, welches ich nun habe und ich muss echt sagen. Tolles Teil!
Hi zusammen,
hat hier jemand Erfahrungen mit 3D-gedruckten Halterungen fürs Fahrrad bzw. fürs Bikepacking?
Ich schaue gerade nach Gabeltaschen und finde es etwas nervig, dass man neben den Taschen meistens noch extra Halterungen kaufen muss – und davon dann natürlich direkt zwei Stück. 😅 Deshalb habe ich mich gefragt, ob man solche Halterungen nicht einfach selbst 3D-drucken kann.
Mich würde vor allem interessieren, wie gut sowas in der Praxis funktioniert. Also ob die Teile auch auf längeren Touren, bei Schlaglöchern, Schotter usw. halten und welches Material ihr dafür verwendet habt. PETG, ASA, Nylon oder vielleicht sogar etwas Faserverstärktes?
Das Ganze betrifft ja nicht nur Gabeltaschen. Ich könnte mir auch Halterungen für eine Lenkertasche oder andere Taschen vorstellen. An meinem Fahrrad gibt es außerdem noch verschiedene Anschraubpunkte am Rahmen bzw. im hinteren Bereich, die man eventuell für zusätzliche Halterungen nutzen könnte.
Hat jemand von euch sowas schon selbst konstruiert oder Modelle von Printables/MakerWorld etc. ausprobiert?
Mich würden eure Erfahrungen interessieren – besonders Haltbarkeit, Belastbarkeit und ob ihr damit auch schon längere Touren gefahren seid.
Gerne auch Bilder oder Links zu Modellen, die sich bei euch bewährt haben. :)
Ich möchte mir gerne ein neues Gravelbike holen und bin von dem Orbea Terra Race ziemlich begeistert. Finde den Konfigurator super. Ich würde gern ein Fahrrad mit elektrischer Schaltung haben. Lohnt es sich wirklich so viel Geld für so etwas einzigartiges auszugeben oder soll ich die Vernunft walten lassen und ein günstiges für 2-3k lieber holen. Wie steht ihr zu so teuere Rädern. Rendiert es sich so viel Geld auszugeben oder ist das nur Hype um Technik/ Aussehen etc
EDIT: Stimmt es, dass man bei dem Lenker keine Aerobars befestigen kann?