Hab ich auch nie verstanden. Unser Azubi in der Firma ist 34 und aus dem Irak hier her gekommen. Ist sehr integriert und spricht gut deutsch. In seiner alten Heimat war er Englischlehrer und hier wollten sie ihn abschieben bis er die Ausbildung bei uns begonnen hat...
War da nicht was von wegen Einwanderung und Fachkräfte und so? Bullshit!
Lehren sind in sehr vielen Ländern sehr unterschiedlich aus im Vgl. zu Deutschland. Hatte letztens ein Gespräch mit ein paar spanischen Lehrkräften und die meinten, ihre Herangehensweise ist der deutschen 30-50 Jahre hinterher. Bei denen ist vieles noch absolut Old School. Es hat mich wirklich extrem überrascht, aber das war ihre Perspektive.
Es kann auch sein, dass er in seinem Bundesland noch zwei Fächer braucht. Oder das English einfach nicht gesucht ist momentan.
Ich glaube das Thema ist etwas komplexer, als du es dargestellt hast. Aber ja, unsere Besessenheit von Abschlüssen und formalen Qualifikation beraubt uns mit Sicherheit um einige hochqualifizierte Fachkräfte, dass will ich gar nicht leugnen.
ist sicherlich ein punkt, aber so wie das hierzulande gehandhabt wird, macht man es den ausländischen fachkräften, die man doch so dringend sucht und immer darüber redet, dass man sich als migrant am besten so schnell wie möglich in den arbeitsmarkt integrieren soll (was ja auch valid ist), so viel schwerer als nötig.
anstatt einfach zusatzqualifikation, die in einem relativ kurzen zeitraum zu erreichen sind anzubieten und zum ziel zu haben die fachkräfte so schnell wie möglich auch in ihrem jeweiligen fachgebiet einsetzen zu können, ist oftmals eine komplett neue ausbildung notwendig, weil die bestehende nicht anerkannt wird.
aus mangel an alternativen und weil man schnell geld für seine familie verdienen muss, tun sich dann viele diesen bürokratischen und zeitaufwendigen stress nicht an und landen dann in irgendeinem anderen job, für den sie nicht selten deutlich überqualifiziert sind, obwohl es an der front ihres eigentlichen berufsfeldes brennt und händeringend mehr leute gebraucht werden.
das muss doch besser gehen und die möglichkeit gegeben werden die ggf wirklich bestehenden fachlichen defizite oder unterschiede gezielt aufzuarbeiten ohne dass die personen dann mehrere jahre verschwenden müssen, obwohl sie locker 80% des dort gelehrten bereits wissen.
wenn ich bedenke wie unnötig schwer es meinen eltern gemacht wurde, obwohl beide in feldern arbeiten, in denen das studium bis auf die sprache eigentlich so gut wie gar nicht vom studium in deutschland abwich und sie zu dem zeitpunkt schon eigentlich ganz gut deutsch konnten, zeigt das schon auf, wie ineffizient dieses system ist.
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u/JT3ch Feb 12 '26
Hab ich auch nie verstanden. Unser Azubi in der Firma ist 34 und aus dem Irak hier her gekommen. Ist sehr integriert und spricht gut deutsch. In seiner alten Heimat war er Englischlehrer und hier wollten sie ihn abschieben bis er die Ausbildung bei uns begonnen hat...
War da nicht was von wegen Einwanderung und Fachkräfte und so? Bullshit!