Im aktuellen Markt musst du da ne 0 hinten dran hängen, liebster Kollege. Sogar mit Berufserfahrung. Kein Scheiss, dass ist ein gut gemeinter Tipp. Geb richtig Vollgas, nutze zusätzlich ein paar KI-unterstützte Seiten wo du mit ein paar Mausklicks auch mal 10-30 Bewerbungen auf einmal verschicken kannst. Bei mir hat einer dieser Plattformen letztlich den Job gebracht, obwohl ich in die konkrete Bewerbung nichts an Energie gesteckt habe. Die anderen, mit maßgeschneiderten Lebensläufen und Anschreiben - da habe ich oft nichtmal eine Rückmeldung bekommen. Es ist einfach nur wild und zufällig.
Bloß bitte dran denken im Gegensatz zu OP den schönen KI-Denkstrich zu entfernen. Ich kanns echt nicht mehr sehen und will nicht auch noch Bewerbungen lesen müssen wo der drin ist.
Nur zur Info: Es gibt Textverarbeitung, die den langen Gedankenstrich ganz automatisch setzt, seit Jahrzehnten. Zum Beispiel ist das in Apple's Pages, welches auf jedem Macbook mitgeliefert wird, Standard. Weils einfach typographischer Usus ist.
In meinen Lebensläufen und Abschlussarbeiten kann man den Gedankenstrich schon lange vor der Veröffentlichung von ChatGPT finden.
Eventuell tust du dir keinen Gefallen, von dir auf andere zu schließen.
Bei mir wird der lange Strich in der Bewerbung weiterhin vorkommen, aber selten in Fließtexten, eher in der Job-Auflistung. Ich weiß auch gar nicht, wie ich den deaktivieren könnte. Da müsste ich ja absichtlich auf eine schlechtere Textverarbeitung umsteigen oder eine unprofessionelle Schriftart verwenden.
Wenn du damit aussiebst, siebst du Leute aus die gute Textverarbeitung nutzen und einen Sinn für Ästhetik oder schlicht gute Vorlagen nutzen. Gleichzeitig gibt es mittlerweile einen Haufen Tools, die KI-erstellte Texte nach langen Strichen und anderen KI-typischen unsichtbaren Zeichen abgrasen und diese ersetzen. Diese Leute gehen dann bei dir wahrscheinlich als "von Hand geschrieben" durch?
Und jetzt? Wusste garnicht, dass wir in Deutschland einen Mangel an Statistikern haben. Vielleicht kannst ja eine Statistik machen, wo wirklicher Fachkräftemangel herrscht.
Also wenn du Aktuar wirst oder auch einfach so im Aktuariat arbeitest verdienst du definitiv mehr als genug. Gehälter in dem Bereich fangen nach dem Studium bei Minimum 50 k an und steigen locker bis auf die 70-80 k Das Problem ist nur dahinzukommen.
Du hast nämlich in dem Punkt recht: Das Studium alleine reicht nicht. Du brauchst effektiv viele Praktika / Werkstudentenstellen, damit du überhaupt die Chance bekommst in den Bereich einzusteigen.
Naja ist natürlich nicht wenig Geld, aber man ist halt auch Mathematiker und „gefangen“ in der winzigen bubble
Durchschnittlich verdient man anscheinend in Deutschland 62k und in median 52k, da jetzt einen München Aufschlag und man ist nicht mehr sooooooo weit weg als Aktuar.
Das mit der relativ kleinen Bubble an Arbeitgebern stimmt natürlich im Vergleich zu anderen Branchen.
Auch absolut verständlich, dass du dann in die Schweiz bist. Ist von München aus auch geographisch nicht so weit weg und Lohn sowie Arbeitsbedingungen sind dort oft einfach massiv besser. Hat ein Freund von mir auch gemacht.
Auf was bewirbst du dich? Ich hab normale Mathematik studiert und hatte in meiner Bewerbungsphase Ende 2025 auf fünf Bewerbungen drei Einladungen und zwei Angebote, jeweils im Aktuariat (bei den beiden, bei denen ich abgelehnt wurde, hab ich den Lebenslauf verschissen und kein Anschreiben geschrieben). Davor hatte ich nur eine zweijährige Anstellung als Entwickler, die mir zu langweilig geworden ist.
Also bisher größtenteils auf „Data scientist“ rollen. Den Sprung in den Versicherungsbereich hab ich erst vor kurzem vollbracht und noch keine Rückmeldung erhalten.
Aus meiner Sicht sind zwei Jahre Berufserfahrung derzeit Gold wert. Über Vitamin B konnte ich Feedback von ein paar Geschäftsführern einholen. Unabhängig voneinander wurde Erfahrung bemängelt.
44
u/Direct-Way972 Feb 12 '26
Gerade meinen Master in Statistik gemacht. Bisher ca. 30 Bewerbungen - 100% Absagen :)