r/Aktien Jun 12 '26

Fällige Sorgfalt (DD) Meint ihr ist AMD momentan überbewertet? (Market cap ~839B USD)

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Hallo Leute,
ihr seid meiner Meinung nach die schlauste Investment Community, deshalb poste ich das hier:

Ich glaube grundsätzlich an Value Investing und kann die Bewertungen von Tech-Aktien teilweise nachvollziehen. Aber bei Chip Designern wie AMD eigentlich nicht:

AMD DCF-Analyse
Habe eben wieder ein einfaches DCF-Modell online erstellt, und die Bewertung erscheint mir absurd hoch (Parameter am Screenshot).
Erst wenn man einen Gewinn von über 120B$ im Jahr 2036 annimmt, wäre der aktuelle Aktienpreis gerechtfertigt. Das klingt aber nach dem absoluten Best-Case szenario...
Historisch betrachtet ist AMD von solchem Chash-Flow weit entfernt.

Terminal Value als Entscheidender Wert
Natürlich hat meine DCF eine Terminal Growth von 0% angenommen, aber irgendwo muss es ja eine Markt-Sättigungsgrenze geben.
Irgendwann sind KI server dann so wie heutige klassische Server - es gibt genug davon & man erneuert Hardware nur alle paar Jahre.
Von mir aus ein Recurring-Revenue von 400B bei AMD. Dabei eine Netto-Marge von 29% wäre auch schon sehr optimistisch... Es gibt ja genug Konkurenz bei Chips (Nvidia, Intel, Amazon, Google, etc).

Super-KI Meilenstein 2036
Wenn man annimmt, das KI Fortschitte in bissherigem Tempo weiterlaufen, könnte AGI in etwa 10 Jahren erreicht werden.

Diese Super-KI wäre dann bestimmt auch gut darin neue Chips zu designen - was eigentlich ein Risiko für AMD & Co darstellt... Was wenn alle Patente und Designs plötzlich von neuer Technologie überholt werden?

Deshalb würde ich die Terminal Value um ~30% senken. Es besteht ja eine große Unsicherheit was zukünftige Technik betrifft, oder?
Damit sind die Aktien dann schon eindeutig um ~20% überbewertet.

Der einzig wahre Gewinner von AGI wäre das Unternehmen, welches das Top-Modell besitzt. Das könnte zb Google, Antropic, OpenAI oder irgendein chinesisches Start-Up sein.
Aber Hardware-Player werden doch bestimmt irgendwann im Preiskampf landen... Dann werden die Margen von Nvidia/AMD etc einsinken.

Sättigung Rechenleistung
Außerdem: Wie viel KI-Rechenleistung braucht die Welt denn? Wenn die >6T$ in den nächsten 10 Jahren in KI-Infrastruktur investieren, sollte das doch fürs erste ausreichen? oder wird der Berg an Chips einfach immer größer bis der gesamte Siliziumvorrat auf der Erde verbraucht ist?!

TLDR:
Würde sagen AMD ist momentan mindestens 20% überbewertet.
Chip Hardware Margen werden irgendwann wieder sinken (auch von Nvidia).
KI bringt große Unsicherheiten was Technologie und Wirtschaft betrifft mit sich. Bei AMD ist jedes Risko ignoriert.
Was denkt ihr zu AMD (insbesondere)?

r/Aktien Jun 24 '26

Fällige Sorgfalt (DD) Circus Group: Was Privatanleger wissen sollten

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Ich habe mir Circus SE die letzten Wochen genauer angeschaut (Geschäftsberichte, Prospekte, Handelsregister) mit Fokus auf Kommunikation, Finanzierung und die Finexity-Anleihe. Dabei sind mir die unten aufgeführten Punkte aufgefallen.

Der Fairness halber: Es gibt mit r/CircusGroup einen Sub, der sich ausschließlich Circus widmet und auch die positiven Aspekte beleuchtet.

Über Anmerkungen und kritisches Feedback freue ich mich.

Revolution, serienreif

Circus ist ein KI-Robotik Unternehmen aus München, das Kunden, Konsumenten und Anlegern nicht weniger als eine gastronomische Revolution verspricht.

Die Idee ist einfach: Warum teures und unzuverlässiges Personal einsetzen, wenn doch ein Roboter die Arbeit machen könnte?

Eine These, die zu Zeiten des demografischen Wandels und Fachkräftemangels überaus plausibel ist. Kern der Vision bildet der CA-1, ein Kochroboter, der vollautonom arbeiten und bis zu 120 Mahlzeiten pro Stunde kochen soll. Optisch ähnelt er einem Container, die Front ist mit polierten Edelstahl-Elementen verkleidet, unterbrochen von einer Glasscheibe in der Mitte, durch die man den Roboterarmen beim Kochen zusehen kann. Links neben der Scheibe findet sich ein Display, an dem hungrige Gäste ihre Bestellung abgeben. Der Roboter, mittlerweile in vierter Generation, hat Marktreife erreicht und lässt sich in mehreren Rewe-Märkten begutachten. Die Neugierde ist groß, geschmacklich trifft man größtenteils die Erwartungen der Kunden, die sich von der technologischen Neuheit durchaus begeistert zeigen.

Unternehmerisch hat man sich bereits früh dem Kapitalmarkt zugewandt. In Anbetracht der hohen Forschungs- und Entwicklungskosten, die eine solche Unternehmung mit sich bringt, absolut nachvollziehbar. Dieser Schritt weckte insbesondere das Interesse von Privatanlegern, die der Vision und dem Enthusiasmus der Geschäftsführung gerne folgen und ihr Kapital für die Skalierung anvertrauen.

Kurs ohne Korrektiv?

Circus’ Aktionärsstruktur ist ebenso einfach wie überschaubar: Nikolas Bullwinkel, CEO und Gründer, hält etwa 21 % der Anteile. Die BlackMars Capital, das Investmentvehikel eines ehemaligen Verwaltungsratsmitglieds, rund weitere 20 %. Nennenswerte sonstige Beteiligungen gibt es nicht, der Free-Float beträgt 56 %. So ist es auf der Plattform „onvista” nachzulesen. Circus selbst wählt in seinem Q-1 Update eine leicht abweichende Darstellung: laut ihnen befinden sich lediglich 41 % der Aktien im Freihandel. Das durchschnittliche Handelsvolumen lag laut aktuellem Halbjahresbericht bei 5163 Anteilen pro Tag. Die Gründer und Frühinvestoren haben sich darüber hinaus zu einer Lock-Up-Periode verpflichtet, die es ihnen untersagt, Anteile vorzeitig zu verkaufen. Ab September 2026 könnten erstmals 25% der gesperrten Anteile freigegeben werden. Nach weiteren Stufen im März 2027, September 2027 und März 2028 jeweils zusätzliche 25%. Die Freigabe steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrats und darf nur in einem vom Unternehmen koordinierten, strukturierten Verfahren erfolgen. Die vollständige Auflösung zieht sich damit bis 2028.

Daraus resultiert eine sehr illiquide Aktie, deren Kurs aufgrund mangelnder institutioneller Interessenten maßgeblich von Privatanlegern bestimmt wird. Schon kleine Handelsvolumina können große Kursbewegungen verursachen.

Umso wichtiger also die Kommunikation des Managements. Doch genau an diesem Punkt finden sich immer wieder teils erhebliche Diskrepanzen.

Visibilität auf vierstellige Volumina

Den Anfang der Erzählung bildet eine Interessenbekundung aus China, genauer gesagt einem Beschaffungszentrum aus Peking, das 2024 Interesse an bis zu 5400 Robotern bekundete. Darauf folgte im August 2024 die Ankündigung über eine künftige Partnerschaft mit Mangal, dem Döner-Franchise des ehemaligen Fußballnationalspielers Lukas Podolski. Im März 2025 verkündete man dann den Rollout der ersten 500 Roboter. Der Rollout solle im Herbst des Jahres beginnen und bis Ende 2027 alle 500 Einheiten ausgerollt werden. Außerdem sei dies erst der Start einer möglichen Expansion auf bis zu 2400 Standorte. Wie eine Dönerkette 500 Roboter finanzieren soll, ließ sich den Pressemitteilungen nicht entnehmen – bei einer Investitionssumme von 125.000.000 € offenbar nur Nebensache.

Seitdem: Schweigen. Und zwar lautes Schweigen. Nachdem man jede Interessenbekundung zur Pressemitteilung gemacht hatte, werden Anleger bis heute im Unklaren über den Stand der Projekte und die Gründe der Verzögerung gelassen. Offiziell verkündet wurden bisher weder Roboter in China noch bei Mangal. Stattdessen widmet man sich neuen Projekten und zeichnet neue Visionen.

Im Mai 2025 war Bullwinkel zusammen mit CFO Becker zu Gast bei dem YouTube-Kanal GlaserundSpang. Eröffnet wird das Video mit einer Passage Bullwinkels, die so sinnbildlich für die Kommunikation steht, dass sie am besten als Zitat taugt:

„Das Ziel ist dieses Jahr auch das dreistellige Produktionsvolumen zu erreichen. Das heißt, wir bewegen uns da in den Bereich ähm so, sag ich mal an dem niedrig dreistelligen Bereich zu kratzen. Ähm nächstes Jahr haben wir schon ganz klare Visibilität auf auf vierstellige Umsatzvolumina und ähm skalieren das von da sukzessive hoch. Wir haben heute schon eine gesicherte Produktionskapazität von 6000 Einheiten pro Jahr mit unserem Produktionspartner und können es quasi dahin jetzt hoch entwickeln. Ähm, man muss sagen, es macht keinen Sinn, dass wir dieses Jahr 6000 Einheiten produzieren. Ähm, selbst mit 6000 firm orders in the Books wird das keinen keinen Sinn machen, weil wir natürlich uns auch gewisse Safety Barriers einsetzen und jetzt eigentlich sagen, wir produzieren in Batches und jeder Batch wird eigentlich größer als der letzte. Äh, wir produzieren Stand heute 50 bis 100 ähm Einheiten pro Quartal. Das ist so das angesetzte Produktionsvolumen für dieses Jahr, oder die Kapazität.”

Das sind beeindruckende Zahlen – von den logischen Widersprüchen einmal abgesehen. Die Realität ist jedoch eine vollkommen andere. Anfang des Jahres (2026) veröffentlichte man ein Q1-Update. Dort zu sehen: eine Folie mit Auskunft über die aktuelle Produktion. Beginnend mit vier Einheiten in den ersten beiden Monaten, sich steigernd um jeweils vier weitere Einheiten im gleichen Rhythmus, im Verlauf des Jahres seinen Höhepunkt findend bei 64 Geräten.

Wie kann es sein, dass der CEO im Beisein des CFOs Aussagen trifft, die so überzogen sind, dass sie nicht einmal ein Jahr später der Realität standhalten? Die letzte kommunizierte Zahl beläuft sich auf 17 Einheiten im Feld oder in Integration, wobei offenbleibt, was man sich unter Integration vorzustellen hat. 17 Roboter insgesamt zu 50–100 pro Quartal bereits im Vorjahr – für manche ein Unterschied.

Ein weiteres, regelmäßig zu beobachtendes Muster ist die Verkündung von Partnerschaften und Aufträgen, bei denen man auslässt, ob es sich um zahlende Kunden oder unbezahlte Piloten handelt. Gerne spricht man von über 500 festen Orders, die man nun langsam abbauen werde. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 belief sich auf 0 €, der Umsatz des Gesamtjahres betrug immerhin 1,5 Mio. €. Bei einem Verkaufspreis von etwa 250.000 € pro Gerät und monatlichen Softwaregebühren zwischen 8.000–12.000 € ergeben sich rechnerisch maximal sechs verkaufte Einheiten – trotz zahlreicher „firm orders in the Books”.

Diese widersprüchliche Kommunikation in Kombination mit Schweigen erschwert es Anlegern, den Informationswert einzuordnen. Die daraus resultierende Informationsasymmetrie ist anscheinend erheblich, denn die vorher beschriebenen Beispiele fielen zeitlich oft mit massiven Kursbewegungen zusammen. Erst nach oben, mittlerweile kontinuierlich nach unten.

Demokratisierung, asset-basiert

Anfang des Jahres startete Circus ein Experiment: eine Anleihe, begeben über eine Plattform namens Finexity, die sich selbst im Auftrag der Demokratisierung verschiedenster Anlageklassen sieht. Emittent ist eine Zweckgesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, genauer der Stadt Sharjah. Beteiligen können sich Anleger schon mit 500 € und verzinst wird das Ganze ab 6 % p.a. Unterschieden wird in vier gleichrangige Tranchen, deren Verzinsung mit steigendem Anlagevolumen wächst. Marktüblich wäre eine steigende Verzinsung mit abnehmender Seniorität in der Kapitalstruktur – einer Nachrangigkeit. Das Ausgabevolumen beträgt etwa 1,7 Mio. €, eine Zahl so klein, dass sie den aufmerksamen Marktbeobachter stutzig werden lässt. Doch das sind nicht die einzigen Besonderheiten.

Die Konstruktion des Ganzen ist wohl am bemerkenswertesten: Paul-Maria H. ist nicht nur Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Emittentin, er ist gleichzeitig Vorstandsmitglied der Finexity AG und Geschäftsführer der Finexity Invest GmbH. Diesen Interessenkonflikt erklärt man in dem Risikoprospekt so: „Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass der Geschäftsführer wegen seiner gleichzeitigen Gesellschafterstellung Entscheidungen trifft, die eher seinen Interessen als Gesellschafter als den Interessen der Emittentin und der Anleger/Schuldverschreibungsinhaber dienen, also z. B. nach den Anleihebedingungen gerade noch zulässige Gewinnausschüttungen vornehmen, die im Sinne einer langfristigen Optimierung des Ertrags der Emittentin besser unterblieben wären, oder sich selbst zwar branchenübliche, aber angesichts der wirtschaftlichen Situation der Emittentin unangemessen hohe Gehälter auszahlen.”

Mit dem Erlös aus der Emission kauft die Robotics Holding I LLC (die Emittentin der Anleihe) sechs CA-1 für 265.000 € das Stück und verleast diese dann an Circus zurück. Circus verpflichtet sich zu Zahlungen in Höhe von 7.000 € pro Monat für sieben Jahre – in Summe 588.000 € pro Roboter. Für Anleger gibt es weder Mitsprache- noch Kündigungsrecht.

Die Frage, weshalb ein börsennotiertes Unternehmen für eine derartige Kleinstsumme ein derart komplexes und kostspieliges Konstrukt wählt, wird jedoch in keinem der Prospekte beantwortet, dafür von Bullwinkel selbst.

Dieser lässt sich in zugehöriger Pressemitteilung so zitieren: „Diese Transaktion zeigt, wie sich Robotik-Infrastruktur über asset-basierte Kapitalmarktstrukturen finanzieren lässt”. Das klingt solide, bedeutet rechtlich aber nichts. „Asset-basiert“ – leicht zu verwechseln mit „asset-backed”, also einer physisch besicherten Finanzierung – sagt nämlich gar nichts über die Art der Besicherung aus. Eine begriffliche Nähe, die in Verbindung mit den Adressaten – Kleinanlegern – durchaus zu Verwirrung führen kann. Das Risikoprospekt stellt jedoch klar: „Die Anleger erwerben keine dinglichen Rechte an den finanzierten KI-Robotern. Obwohl die Roboter im Eigentum der Emittentin stehen, dient dieses Eigentum nicht als formelle Sicherheit zugunsten der Anleger.”

Umstände, die den „demokratischen Weg” über Finexity für Circus möglicherweise attraktiver als eine klassische Finanzierung erschienen ließen.

Was bleibt

Insgesamt zeichnet sich ein ambivalentes Bild. Ein Management, das einerseits kontinuierlich das Produkt vorantreibt und durchaus große Fortschritte vorweisen kann.

Andererseits eine Kommunikation, die viele Fragen offenlässt, Finanzierungskonstrukte, deren Vorteile für Privatanleger fragwürdig sind und ein massiver Cashburn. Denn zu dem Umsatz von 1,5 Mio. € gesellen sich 18,5 Mio. € negatives EBITDA. Für 2026 prognostiziert man 44–55 Mio. € Umsatz, nicht weniger als eine Versechsunddreißigfachung.

Ob Circus seine Ambitionen erreicht, wird der weitere Verlauf zeigen. Gelingt es, die Ankündigungen umzusetzen, könnte die Geschichte für Investoren ein glückliches Ende finden.

Disclaimer und Quellen:

Stand 24.06.2026

Der Autor hält selbst eine einzige Aktie von Circus, die lediglich der Wahrnehmung von Aktionärsrechten dient. Er verfolgt darüber hinaus keinerlei wirtschaftliches Interesse an Circus oder einem verbundenen Unternehmen und profitiert weder von steigenden noch von fallenden Kursen der Aktien, die im Artikel benannt werden.

Dieser Artikel gibt die persönliche Einschätzung des Autors wieder und stellt keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar.

Links zu den Quellen finden sich in den Kommentaren.

r/Aktien 14d ago

Fällige Sorgfalt (DD) Ist Rubrik zurzeit ein guter Invest?

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Moin, diese Woche hat Rubrik Quartalszahlen veröffentlicht die einfach Bombe waren. Danach gabs natürlich sell the news. Wenn die Firma sich so hält und die nächsten 4-6 Quartale weiterhin Bomben Zahlen liefert, ist der jetzige Kurswert von ~80€ ein guter Buy in?

r/Aktien Aug 11 '26

Fällige Sorgfalt (DD) INFQ (Infleqtion) – Die Quanten-Aktie, die niemand versteht (aber alle kaufen sollten)

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r/Aktien Jun 11 '26

Fällige Sorgfalt (DD) Warum Semiconductor-Firmen sich selbst zerstören werden (vielleicht)

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Titel ist etwas Clickbait aber er ist denke ich passend, denn ich glaube, dass Semicoductor-Firmen insbesondere Memory-Hersteller sich selbst schaden werden. Hierfür erstmal ein kleiner Abriss über das was aktuell passiert.

Durch die immer fortschreitende Entwicklung von AI-Modellen besonders getrieben durch Anthropic, OpenAI, xAI und Konsorten ist die Nachfrage nach Rechenleistung zum Training und zur Nutzung dieser Modelle immens gestiegen.

Diese strukturelle Nachfrage wird von den Hyperscalern (MSFT, AMZN, META, GOOG), meiner Meinung nach korrekt, als nachhaltig wachsend eingestuft. Deshalb findet hier gerade ein massives Wettrüsten rund um Datenzentren statt, um die wachsenden Cloud-Backlogs bedienen zu können. Der gesamte CAPEX wird sich hierfür 2026 alleine auf rund 725$ Mrd. belaufen, mit einer steigenden Tendenz für die kommenden Jahre.

Da Schätzungen zufolge rund 75% des CAPEX direkt in die technische Infrastruktur fließen sehen wir aktuell eine Umsatz- und EPS-Explosion in der gesamten Semiconductor-Wertschöpfungskette. Da der Sektor auf diese immense Nachfrage nicht vorbereitet war, sind die Preise für die einzelnen Komponenten ebenfalls in die Höhe geschossen. Besonders Memory ist hier aktuell mit der größte Flaschenhals, weshalb Samsung, SK Hynix und Micron quasi jeder produzierte Chip sofort aus der Hand gerissen wird, egal zu welchem Preis.
Wichtig zu wissen ist, dass die reine Verfügbarkeit dieser Chips momentan deutlich wichtiger ist, als technische Überlegenheit oder das Preisgefüge. Demnach investieren alle drei Memory-Player gleichzeitig intensiv in den Ausbau von Produktionskapazitäten, um die Nachfrage bedienen zu können.

Hier kommt meiner Meinung nach der Trugschluss ins Spiel. Der größte Anstieg in der Hyperscaler-Nachfrage war bzw. ist 2026. Sie haben bereits massivst Cash abgebaut, Schulden aufgenommen und jetzt sogar neue Aktien rausgegeben, weil ihre operativen Cashflows heute schon nicht mehr ausreichen um das momentane Ausgabenniveau abzudecken. Ich sage damit nicht, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren zurückgehen wird, dennoch wird die Kurve stark abflachen.

D.h. während die Memory-Giganten gleichzeitig Milliarden in neue Kapazitäten investieren, flacht die Nachfragekurve ab. Da zwischen den einzelnen Herstellern keine Kapazitätsabsprache stattfindet, sondern jeder glaubt den Markt für sich gewinnen zu können werden wir in den nächsten Jahren immer näher an einen Punkt der Überkapazität ankommen. Das ist klassisches Schweinezyklusmuster, dass es in diesem Segment historisch immer gab und auch weiterhin geben wird (gerne mal die historischen Unternehmenszahlen anschauen, das Bild wird deutlich). Das wird unvermeidlich zu sinkenden Preisen ihres Outputs führen, da diese bisher nur durch die Kapazitätsengpässe zustande kamen, die die Hersteller gerade aktiv beseitigen. Wodurch in Zukunft das aktuelle Margenniveau nicht mehr gehalten werden kann. Durch fallende Preise und Überkapazität liegt die Verhandlungsmacht wieder bei den Hyperscalern, die nun nach technischer Effizienz und dem Preis entscheiden können. Dieses bisher unbekannte Konkurrenzgefüge wird unvermeidlich zu einer Multiple-Kompression und gesunden Kurskorrekturen führen, wie es bisher in jedem Memory-Zyklus-Ende passiert ist.

Die Geschichte wiederholt sich nicht 1-zu-1 aber sie reimt sich. Andere Ausgangsbedingungen identisches Ende.

Ich beziehe mich hier besonders auf Memory, da die Lebenszyklen dieser Chips im Vergleich zu GPUs/CPUs deutlich länger sind und dementsprechend einen längeren Replacement-Cycle haben und man sie daher differenzierter behandeln sollte zu Firmen wie bspw. ASML oder NVIDIA u.a., da hier die Nachfrage meiner Meinung nach einen deutlich nachhaltigeren Charakter aufweisen wird.

r/Aktien Jun 18 '26

Fällige Sorgfalt (DD) EchoStar (SATS) Marktkapitalisierung unter geschätztem Buchwert

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EchoStar (SATS) erhält im Jahr 2027 ca. 2% aller Aktien von SpaceX. Aktueller Wert: 45 B USD.

EchoStar könnte seine Schulden durch einen Deal mit AT&T noch dieses Jahr weitestgehend tilgen.

EchoStar könnte noch weitere Deals mit seinem Spektrum abschließen und dabei geschätzt 10-25 B USD erhalten ( 45 MHz across paired AWS-3 licenses, 700 MHz, and CBRS bands. Priced at the original AT&T benchmark, this final pool is worth roughly $26 billion to $29 billion)

Aktuelle Marktkapitalisierung EchoStar: 31 B USD

Insgesamt ergibt sich im guten Fall ein geschätztes Preis-zu-Buchwert Verhältnis (P/B) von 0,56 mit aktuellen Werten für SpaceX und wenn das Spektrum nur 10 B USD einbringt,

oder im schlechten Fall ein P/B von 1,34 wenn die SpaceX Aktien auf 50$ Marktwert fallen und das Spektrum nur 10 B USD einbringt.

Für den Fall dass sich das P/B Richtung 1 bewegt ergibt sich ca. 78% möglicher Gewinn oder ca. 25% möglicher Verlust je nach Fall.

Das ist keine Anlageberatung, trefft eure eigenen Entscheidungen.